Betreuer soll im Jugendgefängnis mit Drogen gehandelt haben

Ein Praktikant hat im Massnahmenzentrum Uitikon-Waldegg die Häftlinge mit Drogen versorgt – bis ihn ein Insasse verpfiffen hat.

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Weil er Sozialpädagoge werden wollte, absolvierte ein 27-jähriger Schweizer im Massnahmenzentrum Uitikon-Waldegg ein Praktikum – den Kontakt zu straffälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzte er offenbar dazu, selbst kriminell zu werden. Wie der zuständige Staatsanwalt Hansjörg Bachofen einen Bericht von 20 Minuten bestätigt, soll der Betreuer die Insassen mit Drogen versorgt haben. Mit welchen Drogen er gehandelt hat und in welchem Umfang ist noch unklar.

Ausserdem soll der Praktikant seinen Kunden geholfen haben, ihren Drogenkonsum zu vertuschen, indem er ihre Urinproben austauschte. Ob sich der Praktikant noch weiterer Delikte schuldig machte, ist Gegenstand der Untersuchung. «Ich nehme nicht an, dass das alles war», sagt Bachofen. Aufgeflogen sind die Geschäfte des Praktikanten, weil ihn ein Insasse verpfiffen hatte.

Gegen den Praktikanten wurde nun eine Strafuntersuchung eröffnet. Er könnte nicht nur wegen Drogenhandels, sondern auch wegen Amtsmissbrauchs verurteilt werden. In diesem Falle drohen ihm bis zu fünf Jahren Haft. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.10.2008, 10:57 Uhr

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