Betrunkenen Jugendlichen droht Ausnüchterung bei der Polizei
Aktualisiert am 01.07.2009 10 Kommentare
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Die rigorose Massnahme im Umgang mit betrunkenen Jugendlichen soll im Frühling 2010 eingeführt werden, teilte Polizeivorsteherin Esther Maurer am Mittwoch mit. Das Projekt «VRZ Plus» ist eines von drei Grossprojekten der vor einem Jahr vom Stadtrat eingesetzten Taskforce Jugendgewalt. Der Pilotbetrieb soll drei Jahre lang dauern.
Eltern von aufgegriffenen Jugendlichen werden dann aufgefordert, ihren Sohn oder ihre Tochter im Vermittlungs- und Rückführungszentrum (VRZ) abzuholen. Die Kosten des Polizeieinsatzes werden den betroffenen Personen oder ihren Eltern in Rechnung gestellt.
Jugendgewalt nicht tolerieren
«Gewalt von und unter Jugendlichen wird nicht toleriert». So lautet das Ziel des vor Jahresfrist lancierten Massnahmenprojekts zur Verminderung der Jugendgewalt. Neben dem Projekt «VRZ Plus» werden ein «Dienstleistungsangebot für Vereine» gestartet und das Projekt «ZüriCourage» vorangetrieben.
Als Teil der Gesellschaft seien auch Vereine, Jugendtreffs und -organisationen nicht vor negativen Einflüssen und Problemen gefeit, hiess es an der Medienkonferenz. Fachpersonen der Stadt werden nun ab Ende Sommerferien Vereine und Jugendorganisationen im Umgang mit Gewalt unterstützen.
Gemäss Schulvorsteher Gerold Lauber kann es sich dabei um konkrete Interventionen oder auch um präventive Angebote handeln. Vereine können das kostenlose Angebot in Anspruch nehmen, wenn sie eine Erklärung mit den wesentlichen Grundsätzen zur gewaltfreien Konfliktlösung unterzeichnen.
«Züri Courage» weiterführen
Das gegen Jugendgewalt und exzessiven Alkoholkonsum im öffentlichen Raum gerichtete Pilotprojekt «Züri Courage» wurde im November 2007 gestartet und ist bis Ende 2009 befristet. Der Stadtrat beantragt beim Gemeindeparlament nun die unbefristete Weiterführung.
Die Interventionen erfolgen durch Patrouillen von «sip züri». Sie hätten zu einer Verbesserung bezüglich exzessiven Verhaltens (Gewalt und Alkohol) sowie bezüglich Abfallentsorgung geführt, hiess es an der Medienkonferenz.
Neben den drei Grossprojekten initiierte und begleitete die Taskforce auch mehrere kleinere Projekte. Es ging dabei um Opferschutz, Kriminalprävention, Jugendschutz, Sicherstellen von Handys und Waffen sowie übermässigen Alkoholkonsum. Intensiviert wurde zudem die Zusammenarbeit mit dem Kanton. (ep/sda)
Erstellt: 01.07.2009, 14:21 Uhr



