«Bis aaschtändig zu de Fraue»
Die Kampagne richte sich vor allem an Migrantinnen und Migranten, gehe aber durchaus alle Zürcherinnen und Zürcher etwas an, schreibt die Direktion der Justiz und des Innern in einer Mitteilung vom Wochenende. Wenn die Ratschläge befolgt würden, erleichterten sie das Zusammenleben.
Die Alltagstipps lauten beispielsweise «Bis aaschtändig zu de Fraue, susch händs kä Reschpäkt vor dir», «Heb Sorg zu dim Gäld und tuen öppis uf d Siite für herteri Ziite oder für schöneri» oder «Gang wägme Pfnüsel zum Huusarzt und nur im Notfall is Schpital». Übersetzt sind die Ratschläge in verschiedene Sprachen, von Arabisch über Portugiesisch bis zu Thai.
Bisher hat der Kanton Zürich bei einer seit zehn Jahren laufenden interkantonalen Kampagne mehrerer Nordwestschweizer Kantone mitgemacht. Mit der eigenen Integrationskampagne wolle Zürich «neue Impulse in eine schwierige Diskussion bringen» und das Konzept von Fördern und Fordern in die Bevölkerung tragen, heisst es in der Mitteilung.
Aufgabe für gesamte Gesellschaft
Integration sei eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft und könne nicht einfach dem Staat delegiert werden. Sie finde in der Nachbarschaft statt, in der Gemeinde, in Vereinen, in der Schule, am Arbeitsplatz und bei Freizeitaktivitäten. Integration habe vor allem dann eine Chance, wenn sich die Schweizerinnen und Schweizer wie auch die hier ansässige ausländische Bevölkerung aktiv daran beteiligten.
Die Kampagne will gemäss Mitteilung nützliche Ratschläge vermitteln, wie man sich hier gut zurecht findet. Vergleichbar sei dies mit Bekannten, die einem auf Reisen abseits von Touristenpfaden in der Ferne sagten, was man tun und lassen sollte, um viel Schönes und wenig Ärger zu erleben. (vin/sda)
Erstellt: 16.05.2010, 12:13 Uhr
Zürich
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Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


