Zürich

«Bitter enttäuscht» von Mini-Reform

Aktualisiert am 02.11.2010 3 Kommentare

Mit verhaltener Zustimmung, aber auch mit grosser Enttäuschung haben Verbände und Parteien auf die geplante Reform der Sekundarschule im Kanton Zürich reagiert.

Wird für die Korrekturen bei der Sekundarschule heftig kritisiert: Regierungsrätin Regine Aeppli.

Wird für die Korrekturen bei der Sekundarschule heftig kritisiert: Regierungsrätin Regine Aeppli.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) bemängelt, dass die nun geplanten «weichen Massnahmen» die strukturelle Diskriminierung nur wenig beeinflussen. Schwächere und sozial benachteiligte Schulkinder würden zu früh und zu starr selektioniert, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.

Der Verband verlangt eine grundlegende Neugestaltung der Sekundarstufe I und plädiert für integrative Schulsysteme. Von einigen pragmatischen Schritten wie einer Zweiteilung mit Niveauunterricht, einer Abschaffung der C-Abteilungen und einer stärkeren Zusammenarbeit von Volksschule und Gymnasium könnten nach Einschätzung des VPOD breite politische Kreise überzeugt werden.

«Nullentscheid» der Bildungsdirektion

Auch der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) bedauert den «faktischen Nullentscheid» der Bildungsdirektion hinsichtlich der gegenwärtigen Modellvielfalt. Dies sei keine langfristig tragbare Lösung. Das Projekt «Chance Sek» habe seinen Anspruch nicht eingelöst. Nicht länger tolerierbar sei, dass rund 20 Prozent der Schulabgänger der Zürcher Sekundarstufe die Lernziele nicht erreichen.

Dies findet auch der Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter des Kantons Zürich (VSL ZH). Zufrieden sei er jedoch mit der eingeschlagenen Richtung. Im Vordergrund stünden nun nicht mehr Strukturdiskussionen sondern die Leistungen der Schülerinnen und Schüler, die mit Kompetenzen ausgewiesen werden. Die Neuerungen sollten auf den Lehrplan 21 abgestimmt werden.

«Leicht ernüchternd» findet die CVP Kanton Zürich das Ergebnis von «Chance Sek». Die Harmonisierung auf inhaltlicher Ebene sei wichtig. Bedauerlich findet die Partei, dass keine Einigung auf ein Grundmodell der Sekundarstufe zustande gekommen ist. Positiv beurteilt die CVP die bessere Vergleichbarkeit der Zeugnisse.

Unterstützt wird die vom Bildungsrat eingeschlagene Richtung von der SP. Der Vorschlag beweise Augenmass und setze die Prioritäten richtig. Dass die Schulgemeinden weiterhin auch die Stufe Sek C führen können, ist aus Sicht der SP unproblematisch. (ep/sda)

Erstellt: 02.11.2010, 15:47 Uhr

3

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

3 Kommentare

maria rauwendaal

02.11.2010, 15:42 Uhr
Melden

Bis jetzt muessen begabte Jugendliche iins Ausland gehen fuer eine gute Schulausbildung. Das ist billig fuer Die Schweiz, aber traurig fuer die Jugendliche. Warum kann die Schweiz kein Beispiel an Deutschland nehmen wo vielmehr Jugendliche studieren und eine gute Schulausbildung bekommen.Gib doch euere eigene Jugend auch die Chance. Auch wenn es Euch etwas kostet. Antworten


diana soldo

03.11.2010, 08:24 Uhr
Melden

Solange die Schule für die Lehrerschaft und nicht primär für die Schüler gestaltet wird, solange wird sie versagen... Die Schule soll den Schülern dienen und nicht den Lehrern! Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.