«‹Blocher ist depressiv und erledigt› – das ist ein Wunschtraum meiner Gegner»
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 21.11.2011 71 Kommentare
Christoph Blocher (SVP, neu)
Der 70-jährige Alt-Bundesrat und Vizechef der SVP ist der einzige Herausforderer im zweiten Wahlgang. Im ersten Durchgang schaffte er es mit 131'000 Stimmen auf den dritten Rang. Blocher wird unterstützt von SVP und EDU. (TA)
Die Serie
Am 27. November 2011 entscheidet das Zürcher Stimmvolk in einem zweiten Wahlgang darüber, wer den Kanton künftig im Ständerat vertreten soll. Drei Hauptkandidaten stellen sich zur Wahl: Die beiden Bisherigen, Ständerätin Verena Diener (GLP) und Ständerat Felx Gutzwiller (FDP), sowie Christoph Blocher (SVP). In einer dreiteiligen Serie wollen wir in Erfahrung bringen, wie sie die Tage bis zum Wahlsonntag verbringen, welche politischen Themen sie in Bern aufs Tapet bringen wollen und was sie als Mensch bewegt.
Feste Bestandteile der Serie waren ein Fragebogen, den alle drei schriftlich beantwortet haben, und eine Bildstrecke, in der ein Tag im Leben des jeweiligen Kandidaten gezeigt wird. Die Kandidaten konnten die Fotomotive selbst bestimmen.
Bereits erschienen ist Teil 1 der Serie mit Verena Diener. (tif)
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Herr Blocher, warum sollten die Zürcher Stimmbürger ausgerechnet Sie in den Ständerat wählen?
Weil ich mich im Ständerat einsetzen will, damit die Schweiz nicht in die EU eingebunden wird, was für die Zürcher Stimmbürger/innen und ihre Arbeitsplätze von grösster Bedeutung ist. Unsere Gesetze sollen nicht im Ausland erlassen werden. Aus diesem Grund bin ich strikt gegen die institutionelle Einbindung in Europa.
Welches sind die drei vordringlichsten Probleme im Kanton Zürich, die Sie in Bern aufs Tapet bringen möchten?
Ich will schädliche finanzielle Abenteuer vermeiden, weil die interventionistischen Beschlüsse in Bundesbern vor allem den Industrie- und Finanzplatz Zürich stark treffen. Im Besonderen soll der Bund auch dem meistzahlenden Kanton Zürich die erforderlichen Mittel für Schiene und Strasse zukommen lassen und das Flughafenproblem als Gegenprojekt zu den Abgeltungssteuern mit Deutschland lösen.
Wie wollen Sie für die Interessen des Kantons im Ständerat kämpfen?
In erster Linie durch Standhaftigkeit und Überzeugung. In zweiter Linie durch Verhandlungen mit anderen Parteien, die andere Positionen vertreten.
Wie viel Geld geben Sie für den zweiten Wahlkampf aus?
Ich selbst keines.
Zürich ist für Sie…?
…ein wunderbarer Kanton, der für die ganze Region und das Land eine relevante Rolle spielt und sowohl meinen Heimat- als auch meinen Wohnkanton bildet.
Was ärgert Sie an Zürich?
Mich ärgert, wenn durch politische Fehlentscheide der Kanton Zürich und die Zürcher an Freiheit und Wohlfahrt verlieren.
Und was lieben Sie an Ihrem Heimatkanton am meisten?
Ich liebe es, dass wir 20 Minuten vom Zürcher Paradeplatz eine Alp haben, auf welcher die Rinder übersommern: die Blümlisalp ob Herrliberg!
Was zeigen Sie einem Besuch aus dem Ausland am liebsten im Kanton Zürich?
Die Zürcher Altstadt, den Schauenberg bei Winterthur und die Aussicht vom Pfannenstiel.
Gibt es ein Gerücht über Sie, das Sie zum Schmunzeln brachte?
«Blocher ist depressiv und erledigt.» Diesen Wunschtraum verkünden meine politischen Gegner in grosser Regelmässigkeit.
Mit welchen drei Adjektiven würde Sie ein guter Freund beschreiben?
Zuverlässig, standhaft, durchsetzungsfähig.
Wie möchten Sie der Nachwelt dereinst in Erinnerung bleiben?
Das habe ich mir noch nie überlegt, denn es lenkt von der eigentlichen Aufgabe ab.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.11.2011, 11:22 Uhr
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71 Kommentare
Der einzige Politiker, der meiner Meinung nach noch für die Schweiz einsteht. Die Mehrheit der schweizer Politiker scheint dem Druck von der nicht demoktratischen gewählten EU Regierung nicht mehr Einhalt gebieten zu wollen. Deshalb kriegt Herr Blocher meine Stimme. Weiter so!! Antworten

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