Zürich

Brombeeren legten den HB Zürich lahm

Wilde Brombeeren verursachten den Stromaufall am Hauptbahnhof Zürich. Es ist nicht der erste Fall, bei dem die Natur ein Stromnetz unterbrach. 2008 verursachte ein Eichhörnchen einen Stromausfall beim Schweizer Fernsehen.

Sofort ausgerissen: Die wilde Brombeere, die den Strom am Hauptbahnhof kappte.

Sofort ausgerissen: Die wilde Brombeere, die den Strom am Hauptbahnhof kappte.

Wildwuchs entfernt: Die Brombeere wuchs in Trafostation hinein. (Bild: Stefan Hohler)

An Stromschlag gestorben: Das Eichhörnchen, das Zürich Nord aus dem Stromnetz kippte. (Bild: Markus Heinzer, newspictures)

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Kein Strom im HB Zürich

Kein Strom im HB Zürich
Das Ortsnetz ist ausgefallen, die Züge fahren jedoch weiter.

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Gestern um 14 Uhr im Zürcher Hauptbahnhof der Strom ausgefallen. Knapp zwei Stunden lang lagen die meisten Geschäfte im Dunkeln, die Arztpraxis war praktisch ausser Betrieb und auf der grossen Baustelle beim Durchgangsbahnhof ging nichts mehr.

Heute Donnerstag teilt das EWZ den Grund für das Blackout mit: Im EWZ-Unterwerk schaltete sich der Schutzschalter der 22'000 Volt-Stromleitung zum Hauptbahnhof aus.Die Ursache war ein Kurzschluss in einer provisorischen Trafostation auf dem SBB-Areal, welche die Baustelle des neuen Durchgangsbahnhofes mit Strom versorgt.

«Durch die Lüftungsschlitze wuchsen Gewächse in die Station hinein und verursachten bei der Berührung einer Stromschiene einen Kurzschluss», so das EWZ weiter. Durch den Vorfall ist der Innenraum mit Russ bedeckt worden. Die Trafostation ist in der vergangenen Nacht ersetzt worden. Das EWZ «bedauert den Stromausfall und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten», heisst es in der Mitteilung weiter.

11'000 Volt-Schlag

Es war nicht das erste Mal, dass die Natur zu einem Kurzschluss führte. Am 24. August legte ein Eichhörnchen Zürich Nord lahm. Das Tier war ins Unterwerk Aubrugg eingedrungen und hatte einen Defekt an einem Schutzgerät ausgelöst. Von einem 11'000 Volt starken Stromschlag getroffen, war es sofort tot, wie das EWZ damals berichtete.

Betroffen vom Stromausfall waren über 6000 Haushalte in Oerlikon, Schwamendingen und Seebach. Das Schweizer Fernsehen konnte während über einer Stunde nicht senden. Betroffen von der Störung war auch Schweizer Radio DRS und die Tramlinien 11 und 14.

(ep)

Erstellt: 22.07.2010, 14:50 Uhr

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9 Kommentare

Eros Corino

22.07.2010, 23:02 Uhr
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Jetzt ist´s geschehen, die Eichhörnchen sind zur botanischer Kriegsführung übergegangen... :-D Antworten


Rolf Bombach

22.07.2010, 22:18 Uhr
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Ich denke, jedem wird langsam klar, warum ein gut organisiertes E-Werk stets ein grilliertes Eichhörnchen in der Tiefkühltruhe vorrätig hält ;-] Antworten


Heinrich Zimmermann

22.07.2010, 21:53 Uhr
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Ordnung und Reinlichkeit ist eine Zier, früher eine schweizer Tradition. Heute stellt man lieber Leute mit teoretischem Wissen ein und schlussendlich fehlt das Geld um die Arbeit zu verichten. Schaut doch unsere dreckigen Züge an. Aushängeschild der Obrigkeit. Lernt wider zu arbeiten !!!! Antworten


Nadine Binsberger

22.07.2010, 16:04 Uhr
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Alle Brombeerenpflanzen sollten dringend präventiv überwacht werden. Solchen Naturterrorismus darf sich unsere zivilisierte Gesellschaft nicht gefallen lassen! Antworten


Sam Brown

22.07.2010, 14:53 Uhr
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Hm.offensichtlich hat das EWZ zuwenig Geld für einen vorbeugenden Unterhalt, der Strom ist eben zu billig. Antworten


Barbara Grunder

22.07.2010, 13:06 Uhr
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Man könnte es ja mal mit JäTEN versuchen, ist je nach Gelände anstrengend, viel Vergnügen! Antworten


Hans Meier

22.07.2010, 13:00 Uhr
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Ich glaube kaum das diese Leitung eine Spannung von 22'000 Kilovolt hat. Wohl eher 220KV Antworten


Edith Habermann

22.07.2010, 12:26 Uhr
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'The Revenge of the Killer Plant' wäre ein Titel für ein B-Movie, den Tele Züri dann als 25-teilige Serie ausstrahlen könnte, um das Sommer Loch zu füllen. Die Pflanze wurde von der Stadtgärtnerei gepflanzt, um der 2000 Watt Gesellschaft etwas näher zu kommen. I am amused. Antworten


Stefan Meier

22.07.2010, 11:52 Uhr
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Ja, die Natur ist eben manchmal stärker. Antworten



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