Das Familiendrama bleibt ein Rätsel
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 06.02.2012
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Das Drama ereignete sich gestern Sonntagmorgen kurz vor 9.30 Uhr. In der Wohnsiedlung Seepark Wannen in Thalwil kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einer 39-jährigen Frau und ihrem Lebenspartner. Die Frau flüchtete daraufhin mit ihrer 7-jährigen Tochter schwer verletzt zu Nachbarn. Der 52-jährige Mann wurde kurze Zeit später von der Polizei mit einer Stichverletzung im Oberkörper in der Wohnung aufgefunden. Er erlag noch am Tatort seinen Verletzungen.
Einen Tag nach dem Vorfall liegen noch keine weiteren Erkenntnisse über die Hintergründe der Tat vor. Der zuständige Staatsanwalt Roland Geisseler gibt auf Anfrage keine Auskünfte zum Fall. Auch über den Zustand der Verletzten nach der gestrigen Notoperation wird nicht informiert. Die Ermittlungen seien noch in vollem Gange, so der Staatsanwalt.
«Meine Gedanken gelten den Kindern»
Die gemeinsame Tochter des Paares wurde von der Notfallseelsorge und der Vormundschaft betreut. Unklar bleibt, ob sie die Auseinandersetzung ihrer Eltern direkt miterlebt hat. Der Mann hat einen heute 13-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung. Er war zum Zeitpunkt des Dramas allerdings nicht in der Wohnung.
In Thalwil ist man bestürzt über die Ereignisse. «Es ist ein echter Schock. Sie waren immer sehr freundlich», sagt eine Nachbarin gegenüber Tagesanzeiger.ch. Ihre Gedanken galten aber vor allem den Kindern. «Ich hoffe, dass sie gut aufgehoben sind.»
Die Siedlung Seepark Wannen ist gediegen. Man kennt sich, plaudert miteinander, trifft sich auf dem Spielplatz. Der Umstand, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Mann umgekommen ist, verursache schon ein mulmiges Gefühl, meint die Anwohnerin weiter. «Ich mache mir auch Gedanken darüber, wie es für die Frau sein wird, wenn sie sich von den Verletzungen erholt hat und wieder zurückkommt. Wie wird man ihr begegnen?»
Aggressiv und arrogant?
Seit zehn Jahren sind die Tschechin und der Schweizer ein Paar. Man kannte sie in der Gemeinde. «Er kam regelmässig zu uns, um etwas zu kaufen. Ein angenehmer Kunde», so eine Kioskangestellte. Auch in einer Konditorei waren die beiden gerngesehene Gäste. «Sie sind ab und zu vorbeigekommen. Ich wusste, wer sie sind und welche Getränke sie mögen. Persönlich habe ich sie aber nicht gekannt.»
Weniger gute Erinnerungen hat ein anderer Thalwiler an den 52-jährigen Betriebsökonomen. «Ich habe ihn persönlich gekannt. Er war sehr aggressiv und ist immer sehr arrogant aufgetreten», sagt er gegenüber Tagesanzeiger.ch. Tatsächlich sei es bereits im Juli 2009 zu häuslicher Gewalt zwischen der Nagelstudio-Besitzerin und ihrem Lebenspartner gekommen, erklärt eine Sprecherin der Kantonspolizei gegenüber der «Zürichsee-Zeitung». Dem Mann sei für zwei Wochen eine Wegweisung und ein Rayonverbot auferlegt worden. Eine Strafanzeige wurde allerdings nicht erstattet. Laut TeleZüri soll das Paar in letzter Zeit wieder öfter gestritten haben. Warum es am Sonntag zum tödlichen Streit gekommen ist, wird nun von der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft für Gewaltdelikte untersucht.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.02.2012, 12:56 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


