Das gesündeste Haus Zürichs

Ab Dezember ist in Leimbach ein Haus bezugsbereit, das für Menschen mit Multipler Chemikalien-Unverträglichkeit (MCS) gebaut wurde. Was macht dieses Gebäude aus?

Ein künftiger Bewohner begutachtet sein neues Zuhause: MCS-Haus in Leimbach (Video: Keystone).

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Wer an MCS leidet, hat es schwer, eine geeignete Wohnung zu finden. Die Betroffenen reagieren höchst sensibel auf geringste Mengen Chemikalien und leiden als Folge unter einer Art Dauergrippe. Nun wurde in Zürich-Leimbach ein Haus gebaut, das den Bedürfnissen von MCS-Erkrankten Rechnung trägt. Ab Dezember sollen die 15 Wohnungen bezugsbereit sein.

Das Haus wurde mit möglichst wenigen verschiedenen mineralischen Materialien gebaut, damit kaum Schadstoffe emittieren können. Für die Architekten dabei besonders herausfordernd war, dass die Materialien verschiedene Aufgaben gleichzeitig erfüllen müssen. Das Einsteinmauerwerk für die Aussenwand, beispielsweise, ist gleichzeitig für Statik, Wärmedämmung, Schallschutz und Abschirmung zuständig.

Vermietet werden die Wohnungen an Menschen, die ihre MCS-Erkrankung durch ein ärztliches Zeugnis belegen können. Zudem müssen sie bereit sein, an einer wissenschaftlichen Begleitstudie teilzunehmen. Die Wohnungsangebote richten sich insbesondere an MCS-Erkrankte, die in bescheidenen finanziellen Verhältnissen leben. Diese haben bei der Auswahl der Mieter Vorrang.

Genossenschaft als Bauherrin

Das Projekt wurde durch die Wohnbaugenossenschaft Gesundes Wohnen MCS ins Leben gerufen, welche als Bauherrin zeichnet. Die Stadt gab dieser «ein gründlich auf Immisionsarmut geprüftes» Grundstück in Leimbach im Baurecht ab, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst. Realisiert wurde das Haus durch Andreas Zimmermann Architekten, das Büro für Umweltchemie und die WT Partner AG. Insgesamt kostete der Bau 5,68 Millionen Franken. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 21.10.2013, 16:13 Uhr)

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