Zürich
Der «Risikoappetit» der BVK
Korruption in Millionenhöhe: Personalvorsorge des Kantons Zürich. (Bild: Keystone )
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Die BVK bleibe eine «solide Versicherung» und pflege eine vorsichtige Anlagepolitik, schreibt die BVK in ihrem an die über 100'000 Versicherten verschickten Newsletter «Kontext». Der «Risikoappetit» sei gering und vertretbar, schreibt BVK-Chef Thomas R. Schönbächler. Das Risiko der Anlagen bewegt sich laut Mitteilung innerhalb der vom Regierungsrat vorgegebenen Bandbreite.
Dem BVK-Anlagechef, der nach seiner Verhaftung am 26. Mai fristlos entlassen wurde, wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, er habe sich bestechen lassen. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass Geld aus der Kasse der BVK verschwunden sei, hält Schönbächler fest.
Performance von über 11 Prozent
Die BVK hat laut Mitteilung vom Freitag während der jüngsten Finanzkrise einen deutlichen Renditevorsprung gegenüber der vom Regierungsrat vorgegebenen Anlagestrategie erzielt. Im vergangenen Jahr erreichte die BVK - auch dank der Erholung der Aktienmärkte - eine Gesamtperformance von 11,2 Prozent. Sie lag damit nur knapp hinter der Zielmarke von 12,9 Prozent zurück.
Der Deckungsgrad sei um 6,3 Prozentpunkte auf 87,4 Prozent erhöht worden. Er sei damit zwar immer noch deutlich unter der kritischen Marke von 100 Prozent und damit ungenügend. Aber weder die Renten noch das Freizügigkeitskapital der Versicherten seien in Gefahr, schreibt die BVK.
Weniger Geld für externe Mandate
Die Kosten der externen Mandate seien im letzten Jahr erheblich gesenkt worden. Das Investment Committee sei auf Anfang 2010 personell professionalisiert und mit einer paritätischen Vertretung versehen worden.
Ins Strafverfahren wegen Korruption sind neben dem ehemaligen BVK- Anlagechef sieben weitere Personen involviert. Drei Angeschuldigte sitzen in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind Bargeldzahlungen in sechsstelliger Höhe erfolgt.
Die Finanzdirektorin Ursula Gut hat eine zweiteilige Administrativuntersuchung angeordnet. Ein Rechtswissenschafter muss die Organisation der BVK durchleuchten. Eine Revisionsgesellschaft hat den Auftrag, die Geschäftsbeziehungen, vor allem in der Vermögensanlage, zu überprüfen. (ep/sda)
Erstellt: 09.07.2010, 11:53 Uhr
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