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«Der Schlachthof wäre ideal für den Strassenstrich»

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 09.06.2010 21 Kommentare

Bis Ende Jahr will die Stadt sagen, wo in Zürich die Strassenprostitution in Zukunft stattfinden soll. Milieuanwalt Valentin Landmann sagt, er wisse bereits jetzt, wo Zürichs neues Rotlichtviertel entsteht.

Mit Platz für Absteigen und Fensterli-Zonen: Millieuanwalt Valentin Landmann bezeichnet den Schlachthof als ideal für den künftige Strassenstrich von Zürich.

Mit Platz für Absteigen und Fensterli-Zonen: Millieuanwalt Valentin Landmann bezeichnet den Schlachthof als ideal für den künftige Strassenstrich von Zürich.
Bild: TA

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Jeden Abend bieten sich 50 Prostituierte am Zürcher Sihlquai an, viele von ihnen haben keine eigene Absteige und bedienen ihre Kunden auf Parkplätzen und im Freien hinter den Wohnhäusern. Für die Anwohner sind die Zustände unhaltbar. Sie wollen, dass der Strassenstrich am Sihlquai verboten wird.

Niemand will den Strich vor der Haustüre

Die Stadt Zürich arbeitet bereits seit knapp einem Jahr an einem neuen Strichplan. «Wir suchen nach einer Örtlichkeit, wo die Quartierbevölkerung von den Auswüchsen der Prostitution geschützt ist und auch die Frauen der Gefahr von Freiern und Menschenhändlern nicht schutzlos ausgesetzt werden», sagt Rolf Vieli, Leiter des städtischen Projekts Rotlicht, gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Wo der Strassenstrich dereinst sein könnte, gibt Vieli noch nicht bekannt. Es sei «politisch heikel», wurde gestern Dienstag im Schweizer Fernsehen zitiert. Niemand wolle den Strich vor der Haustüre. Milieuanwalt Valentin Landmann glaubt zu wissen, wo sich Freier künftig eine Prostituierte kaufen sollen: auf dem Areal des Schlachthofs. Gegenüber «Schweiz aktuell» sagte er, dies wäre ein idealer Standort für den Strassenstrich. Eine abgesenkte Gasse würde sich für einen diskreten Strich anbieten, im Schlachthof selbst könnte man eine «Fensterli-Zone und Absteigen» einrichten. Laut Landmann ist dies zwar keine kurzfristige Lösung, das Areal steht seinen Angaben zu Folge voraussichtlich ab zirka 2020 zur Verfügung.

«Das romantische, alte Ziegelgebäude hat ein Flair, das den Frauen den Freiern gefallen könnte. Zudem braucht zwingend einen Ort, wo man Absteigen und Strichzone kombinieren kann, um Beeinträchtigungen des Quartiers zu verhindern. Sonst verzettelt sich das Rotlicht», sagt Landmann gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Bis Ende Jahr präsentiert die Stadt einen eigenen Vorschlag

Laut Vieli wurde dieser Standort im Projekt Rotlicht bisher noch nicht diskutiert. «Vom Zonenplan her könnte man Prostitution auf diesem Areal erlauben. Aber vorderhand steht es gar nicht zur Verfügung. Selbst wenn das so wäre, dann wären noch viele Abklärungen nötig», sagt Vieli.

Sicher ist nur so viel: Irgendwo in der Stadt Zürich wird sich in Zukunft ein neuer Strassenstrich etablieren. «Wir werden bis Ende Jahr neue Örtlichkeiten präsentieren. Bis jetzt haben wir die beste Lösung allerdings noch nicht gefunden.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.06.2010, 14:02 Uhr

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21 Kommentare

Evans Yvonne

09.06.2010, 15:47 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Zürich braucht keine Strassenstriche sondern Bordelle,,,,, da sind die Frauen und die Bevölkerung am besten geschützt...... ausserdem rund um den Schlachthof wohnen auch Leute,,,,,, sollen die noch unter mehr Strassenlärm und Pöbeleien leiden ?????? Antworten


Anna Huber

09.06.2010, 14:27 Uhr
Melden

Na bravo! Ich meinte, der Schlachthof solle nach der Umnutzung der *breiten* Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden? Im ganzen Quartier gibt es schon heute viel zu wenig Parks und Grünflächen. Sollen wir nun eine der letzten möglichen grünen Inseln Freiern und Prostituierten überlassen? Als ob wir mit den Ausschreitungen der Fussball-Hooligans nicht schon genug Ärger hätten! Antworten



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