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Der «Strichplan»: Beim Bellevue legal, am Sihlquai nur geduldet

In Zürich breitet sich die Strassenprostitution aus. Über ein Dutzend Zonen sind dafür vorgesehen. Grosse Teile des Sihlquais gehören jedoch nicht dazu.

Offizieller Strichplan der Stadt Zürich: In den markierten Zonen ist die Strassenprostitution legal. Für mehr Infos auf die Punkte klicken.


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Der Konkurrenzdruck auf dem Strassenstrich ist so gross, dass Prostituierte für ihre Arbeit neue Orte suchen. Nachdem sich die Szene am Sihlquai bis unter die Hardbrücke ausbreitete, entstand auch beim Tiefenbrunnen ein Strassenstrich.

Der Ort am Stadtrand wurde nicht zufällig gewählt. Nachdem sich die Prostituierten am Sihlquai immer mehr Richtung Hauptbahnhof ausgebreitet hatten, verteilte die Stadtpolizei Flyer, auf denen der gesamte «Strichplan» aufgedruckt ist.

Unter Kornhausbrücke nur «geduldet»

Offiziell erlaubt ist gemäss Plan die Strassenprostitution am Sihlquai lediglich zwischen dem Eisenbahnviadukt und dem Escher-Wyss-Platz. Unter der Kornhausbrücke und weiter Richtung Hauptbahnhof wird die Prostitution «lediglich geduldet», wie Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartementes, gegenüber Tagesanzeiger.ch sagt.

Es sei gut möglich, dass sich einige Frauen vom Sihlquai wegen des Flyers mit dem offiziellen «Strichplan» nun einen neuen Standplatz ausgesucht hätten, sagte Casanova gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Rämistrasse, Niederdorf und Limmatquai

Weitere neue Orte von Strassenprostitution sind der Stadtpolizei derzeit nicht bekannt, wie diese auf Anfrage sagte. Offiziell erlaubt sind über ein Dutzend weitere Zonen. Im Kreis 1 ist beispielsweise die Tal- und Börsenstrasse bis an den Stadthausquai als «Strichzone» bestimmt. Zudem sind Teile der Rämistrasse und des Niederdorfs sowie das Limmatquai bis zum Bellevue auf dem «Strichplan». Dazu gehört unter anderem auch ein Abschnitt des Hirschengrabens und des Mythenquais.

Der «Strichplan» wird gegenwärtig im Rahmen der Polizeiverordnungs-Revision neu konzipiert. Wann das Ergebnis vorliegt, ist allerdings noch unklar. Casanova rechnet damit, dass es voraussichtlich in diesem Jahr der Fall sein wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 23.02.2010, 13:04 Uhr

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11 Kommentare

Stefan Lanz

25.05.2011, 16:23 Uhr
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Als Hoteldirektor bin ich direkt betroffen, einige Zahlen (Quelle: Zürich Tourismus) was für ein Bild wir in Zürich abgeben: Die in der Stadtzürcher Wirtschaft durch den Incoming-Tourismus ausgelöste Bruttowertschöpfung im Kriesenjahr 2009 betrug rund 1.8 Milliarden CHF. Bei uns in der Zähringerstrasse werden rund 150'000 Logiernächte erarbeitet und nun wird der Strichplan bis Bellevue ausgebaut! Antworten


Urs Rösli

20.07.2010, 13:00 Uhr
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Über Jahre hinweg wurde daran gearbeitet, die Prostituierten im Niederdorf von der Strasse wegzubringen. Jetzt sind Gegenden wie Neumarkt, Rindermarkt, Limmatquai, Marktgasse wieder offizielle Orte für die Strassenprostitution. Nur weil viele junge Huren aus dem Ostblock kommen, müssen mehr Arbeitsplätze für sie geschaffen werden. Das verstehe ich nicht und verstehe auch die Pölitiker nicht. Antworten


Hans Vögtlin

14.07.2010, 10:05 Uhr
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Was sich da in Zürich abspielt, ist ekelhaft und sollte, um diesem Touristenort den guten Ruf zu sichern, unbedingt auf ein Mindestmass zurückgedrängt werden: Notieren der zirkulierenden Freierautos und Meldung an die zuständigen Kantone, Abschiebung aller osteuropäischer Dirnen, Verhaftung von deren sog. B e s c h ü t z e r n (Ehegatten, Freunden) und, wenn's erlaubt wäre, zunächst Prügel. Antworten


Christian Schenk

10.07.2010, 12:31 Uhr
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Wusste gar nicht dass es so was gibt, und dass der Steuerzahler, wozu diese Frauen ja nicht gehören, dafür zahlen darf dass er produziert wird. Sehr interessant wäre zu wissen nach welchen Kriterien dieser ausgearbeitet wird. Das steht oben nämlich nicht. Antworten


Josephine Oetjen

03.06.2010, 19:06 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Nur weil es die Strassenprostituion schon bei den Römern gab, muss es dies nun auch jetzt noch geben? Das ist für mich kein ausreichender Grund. Generationen ändern sich. Prostitution in Bordellen würde völlig ausreichen, wo es auch sicherer und sauberer ist. Dieses der Öffentlichkeit, vorralem Kindern, zu zumuten ist eine Schande! Antworten


Oliver Meier

20.04.2010, 16:43 Uhr
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@roland urech: natürlich gehört das dazu. prostitution ist eines der ältesten dienstleistungsgewerbe, das gabs schon bei den römern! Antworten


pfeiffer serge

20.04.2010, 10:14 Uhr
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tja, wo's viel Reichtum durch Schwarz- und Drogengeld gibt, gibts eben auch viel Prostitution. Ist ein relativ simpler Kreislauf. Antworten


Max Müller

09.04.2010, 14:57 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Da ja die Stadt generell für viel Kultur Geld zum Fenster raus kübelt, könnte man doch ein altes Fabrik-Gebäude im Kr.5 sanieren. Ein paar Zimmerchen mit Ausguss bauen und die Frauen kostenlos dort ihrer Arbeit nach gehen lassen. für die Unkosten (Reinigung, Heizung, Energie) bezahlt der Freier eine Gebür die die Damen abgeben. Dann sind alle im Trocken, und niemand fühlt sich mehr belästigt. Antworten


Ulrich Giezen

10.03.2010, 13:45 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wie wäre es wenn die Stadt Zürich die Bahnhofstrasse neu auf die Liste nehmen würde. Stellt euch vor, dicke Brieftaschen treffen auf süsse Bordsteinschwalben. Himmlisch! Antworten


Christoph Geiser

24.02.2010, 05:17 Uhr
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Aha. Ein neues Konzept. Also, rote Striche auf dem Stadtplan die auch weiterhin unverbindlich sind, nehme ich mal an? Könnte ich auch eine unverbindliche Steuerrechnung bekommen? Antworten


Roland Urech

23.02.2010, 16:08 Uhr
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Aha, der "Strich" gehört in Zürich quasi zum Service Publique... wieso streicht man diesen Plan nicht einfach und verbietet die Strassenprostitution? Oder ist diese im Leitbild der Stadt Zürich verankert? Antworten



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