Der Tieranwalt und die Veganer

Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 05.02.2010 43 Kommentare

Antoine F. Goetschel ist beim Kanton Zürich als Tieranwalt angestellt. Daneben sitzt er in einer Stiftung, die nicht nur gegen Jagd und Fischerei ist, sondern gleich die Nutztierhaltung abschaffen will.

Vegetarier: Tieranwalt Antoine F. Goetschel.

Reto Oeschger

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Mit dem Prozess gegen einen Hecht-Angler hat der Tieranwalt Antoine F. Goetschel die Fischer aufgeschreckt. Ihm wurde vorgeworfen, er wolle die Hobby-Fischerei abschaffen. Dem widersprach Goetschel vor Gericht. Ihm gehe es darum zu klären, wann das Tierschutzgesetz und wann das Fischereigesetz angewendet wird.

Doch der Tieranwalt wird nicht nur vom Kanton Zürich bezahlt, um für Tiere vor den Richter zu gehen. Er ist gleichzeitig Vizepräsident im Rat der Stiftung «Tier im Recht». Zuvor war er 13 Jahre lang Geschäftsleiter der Stiftung mit Sitz in Zürich.

Die Organisation setzt sich nicht nur konkret für die Rechte der Tier ein. Sie will am liebsten gleich die Jagd und die Nutztierhaltung abschaffen. Im Idealbild der Stiftung steht: «Für das Töten von Tieren zur Nahrungsmittelgewinnung fehlt eine ethisch einwandfreie Grundlage.» Die Folgerung: «Nicht nur eine vegetarische, sondern sogar eine vegane Lebensweise ist die Konsequenz.»

«Lediglich im Stiftungsrat»

Auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch relativiert Antoine F. Goetschel seine Verbindung zu Stiftung: «Ich vertrete die Stiftung nicht nach aussen, sondern bin lediglich im Stiftungsrat.» Die Aussagen zur veganen Ernährung hält er nicht für kritisch: «Das ist eine Utopie, kein Aufruf zum veganen Leben.»

Die Stiftung setzt sich laut Goetschel für Tierschutzrechte ein. «Deswegen sind es keine Extremisten.» Selber verzichtet der Tieranwalt auf Fleisch und Fisch. Ob sich jemand vegetarisch oder vegan ernähre, sei eine persönliche Entscheidung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.02.2010, 14:58 Uhr

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43 Kommentare

Branka Rüle

05.02.2010, 13:41 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Offenbar können die ersten zwei Kommentatoren nicht ein mal lesen. Ausserdem braucht es schon eine gewisse Weitsicht, Intelligenz und Sensibilität um auf den gierigen und unüberlegten Fleischkonsum zu verzichten. Antworten


Peter Keller

05.02.2010, 13:46 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@ R. Raschle: Sie haben recht! Wäre ich Tieranwalt, so würde ich alle Vegetarier und Veganer verklagen. Der Schock für einen Hasen muss gewaltig sein wenn er einen Vegetarier ein Rüebli essen sieht!! Ob das wohl ebenso ein Verbrechen ist, wie wenn man 10 Min. braucht, um einen grossen Hecht an Land zu bringen? Was mein wohl Herr Goetschel dazu? Antworten



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