Zürich

FDP-Kandidaten müssen Erklärung unterschreiben

Aktualisiert am 30.08.2010 10 Kommentare

Die FDP des Kantons Zürich hat genug von jenen, die sich auf Kosten der Partei ins Rampenlicht begeben. Deshalb legt die Partei ihre Kandidaten an die kurze Leine.

Will bei den kommenden Nationalratswahlen einen geeinten Auftritt: Beat Walti, Präsident der FDP des Kantons Zürich.

Will bei den kommenden Nationalratswahlen einen geeinten Auftritt: Beat Walti, Präsident der FDP des Kantons Zürich.
Bild: Keystone

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Wer sich kommendes Jahr für die Freisinnigen in den Nationalrat wählen lassen will, soll eine Loyalitätserklärung unterschreiben, wie die NZZ heute Montag schreibt. Andernfalls sinken seine Chancen auf einen Listenplatz.

Erklärung legt finanzielle Beteiligung fest

Mit seiner Unterschrift verpflichtet sich der Kandidat, inhaltlich auf einer Linie mit der Partei zu bleiben. Insbesondere dann, wenn eine abweichende Haltung mehr Stimmen eintrüge. Die Loyalitätserklärung sei eine «moralische Verpflichtung» für die Kandidaten, sagt Walti gegenüber der NZZ.

Zusätzlich soll eine parteiinterne Ombudsstelle eingerichtet werden, die Konflikte unter den Kandidaten schlichten soll. Wer die Ombudsstelle innehaben wird, ist noch nicht bestimmt. Es müsse laut Walti eine Person sein, die in der Partei ein hohes Ansehen geniesse. Schliesslich soll eine Findungskommission eingerichtet werden, die alle Bewerber auf Herz und Nieren überprüft. Die Findungskommission wird von der Alt-Kantonsratspräsidentin Regula Thalmann geleitet.

Zürcher und parteiinterne Konflikte

Die Partei will damit einen geeinten Auftritt im Wahlkampf sicherstellen. In dieser Hinsicht ist die FDP in der Vergangenheit regelmässig gescheitert – etwa während des Abstimmungskampfs zur SVP-Einbürgerungsinitiative. Damals fasste die Partei an der Delegiertenversammlung deutlich die Nein-Parole. Doch kurz darauf zeigte sich ein anderes Bild: 57 Prozent der Parteimitglieder waren für die Vorlage, vier FDP-Nationalräte traten sogar dem überparteilichen Ja-Komitee bei. Darunter auch der Zürcher Filippo Leutenegger.

(fsc)

Erstellt: 30.08.2010, 11:39 Uhr

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10 Kommentare

Roger Sigrist

30.08.2010, 12:49 Uhr
Melden

So etwas nennt man wohl Linientreue. Ich dachte bisher immer die Politiker seien ihren Wählern und ihrem Gewissen verpflichtet. So kann man sich irren. Antworten


Peter Grieder

30.08.2010, 11:48 Uhr
Melden

Endlich......Eine Partei braucht klare Zielvorgaben. Da geht es nicht, dass jeder seine eigene Richtung wählt. Antworten



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