Die Limmat ist nah am Alarmpegel

Der Dauerregen der letzten Stunden hat den Fluss bedrohlich anschwellen lassen. Offiziell ist der alarmierende Wert noch nicht erreicht, einzelne Uferwege stehen aber unter Wasser.

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Die erste kritische Marke ist nicht mehr weit: Die Wassermassen, die sich durchs Limmattal wälzen, haben diesen Nachmittag sprunghaft zugenommen. Über 320 Kubikmeter pro Sekunde haben die Behörden heute um 16 Uhr ausgangs der Stadt Zürich gemessen. Noch 30 Kubikmeter mehr, und der so genannte Alarmwert 1 ist erreicht. Das bedeutet: Der Fluss kann lokal über die Ufer treten, die Feuerwehren im Limmattal müssen sich bereithalten.

An einzelnen Stellen schwappt das Wasser schon jetzt auf die Uferwege, so zum Beispiel zwischen Kloster Fahr und Dietikon. Die Experten des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) sind aber aufgrund der Wetterprognosen zuversichtlich, dass das oben erwähnte Alarmszenario diesmal nicht eintritt.

Noch kein Vergleich mit 1999

Vergleicht man die aktuellen Werte mit den Spitzenwerten während des Hochwassers vom Mai 1999, als die Limmat an der gleichen Stelle 590 Kubikmeter pro Sekunde führte, ist der Fluss immer noch vergleichsweise zahm. «Aktuell haben wir eine Situation, in der sich zeigt, dass sich die Millioneninvestitionen in den Hochwasserschutz lohnen», sagt Thomas Maag, Sprecher der kantonalen Baudirektion, zu der das Awel gehört.

Ein grosser Teil der Wassermassen fliesst vial Sihl in die Limmat: In Zürich waren es um 16 Uhr über 120 Kubikmeter pro Sekunde. Am oberen Flusslauf gingen die gemessenen Wassermengen heute Nachmittag aber schon wieder zurück.

Die Seen im Oberland treten über die Ufer

Besonders viel Wasser kommt auch aus dem Zürcher Oberland. Der Pfäffikersee ist laut Awel an einigen Stellen bereits über die Ufer getreten, nachdem der Pegel in den letzten 24 Stunden um 35 Zentimeter angestiegen ist. Ähnliches wird für den Greifensee erwartet. Auch die Töss und die Thur haben ihr Flussbett an manchen Orten verlassen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 22.07.2014, 16:33 Uhr)

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