Zürich
«Die Rasersaison ist eröffnet»
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 04.04.2011 98 Kommentare
Artikel zum Thema
- Ferrari-Raser hatte Fahrdienst für Betrunkene gegründet
- 23-Jährige stirbt bei Raserunfall mit Ferrari – Lenker flüchtet
- 37 Verkehrstote und über 14'000 Unfälle auf Zürcher Strassen
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Am vergangenen Samstagmorgen ist ein Ferrari mit voller Wucht frontal in eine Mauer gefahren. Eine 23-jährige Frau starb noch auf der Unfallstelle, eine weitere Beifahrerin wurde mit schweren Verletzungen ins Spital verbracht. Auch der 27-jährige Autolenker musste hospitalisiert werden. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Zürich wurden bei ihm «Alkoholsymptome» festgestellt.
Es ist noch immer unklar, wie es zu diesem schweren Unfall kommen konnte. Gegenstand der Ermittlungen ist auch, in welchem Verhältnis die beiden Frauen mit dem Ferrari-Fahrer standen. Gemäss einer Zeugenaussage kannten sie sich erst wenige Minuten. Der Fall liegt nun bei der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich.
Vor allem junge Männer am Steuer
Bei der Strassenopfer-Stiftung Road Cross ist man über den Vorfall wenig überrascht. «An den Wochenenden, wenn es wärmer wird, reizen die trockenen Strassen wieder zum Schnellfahren. Die Rasersaison ist eröffnet», sagt Mediensprecher Silvan Granig auf Anfrage.
Generell seien an den vergangenen Wochenenden wieder mehr Autofahrer mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. «Tendenziell sind es vor allem junge Männer, die oft auch unter Alkoholeinfluss stehen», so Granig. «Die neusten Zahlen belegen, dass Unfälle unter Alkoholeinfluss 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent zugenommen haben.»
Eignungstest für Ferrari-Fahrer?
Doch nicht nur dieser Tendenz blickt Road Cross mit Besorgnis entgegen. Es sei heute auch sehr viel einfacher, an ein schnelles Auto heranzukommen. «Per Leasing kommen die Leute relativ kostengünstig und unproblematisch an PS-starke Fahrzeuge», sagt Granig.
Unfälle mit Luxussportwagen seien aber nach wie vor die Ausnahme. Deshalb mache es auch wenig Sinn, für die Lenker dieser Autotypen einen speziellen Eignungstest einzuführen. «Schliesslich ist nicht das Auto am Unfall schuld, sondern der Lenker. Aber auch ein Ferrari-Fahrer muss sich an die Gesetze halten.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.04.2011, 14:49 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
98 Kommentare
Offenbar hat sich der Lenker bei den Frauen beliebt machen wollen, indem er mit einem Ferrari bluffte. Er hat also sonst nichts zu bieten, was ziemlich bitter ist. Daran ist aber nicht (nur) der Lenker Schuld, sondern auch die Frauen, die ihm das Gefühl geben, mit dem Ferrari etwas besonderes zu sein. Antworten
Natürlich ist unbestritten der Lenker schuld, aber ich frage mich trotzdem: was sind das für Frauen, welche sich samstags morgen früh zu zweit (!!) von einem 27-jährigen Ferrari-Fahrer abschleppen lassen, sich zu zweit auf den Beifahrersitz quetschen und von einem angetrunkenen Raser durch Kilchberg fahren lassen? Entgegen Beteuerungen lassen sich junge Frauen eben doch davon beeindrucken. Antworten
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten
