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Die meisten Federer-Fans hatten keine Chance auf ein Ticket

Während Zehntausende Fans von Roger Federer beim Vorverkauf für das Spiel im Dezember leer ausgingen, haben die Sponsoren ihre Plätze längst gesichert.

Hätten sogar das Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro füllen können: Roger Federer und Rafael Nadal.

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Bild: Keystone

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40’000 Fans von Roger Federer sassen gestern Punkt 10 Uhr an ihrem Computer – und sie alle haben an ihre Chance geglaubt, ihr Idol sehen zu können, wenn Federer im Dezember im Hallenstadion gegen Rafael Nadal spielt. Doch für die meisten zerschlugen sich die Hoffnungen nach wenigen Minuten. «Ich kam um 9.59 bei der Ticketcorner durch, nachdem ich 25 Minuten in der Warteschlaufe war. Ich wurde abgewimmelt, dass erst in einer Minute der Ticketverkauf starte – und wurde nicht mehr bedient», schreibt Tagesanzeiger.ch-Leserin Karin Vazquez. Markus Mass wollte für sich und seine Tochter zwei Tickets kaufen. Auch er ist frustriert. «Drei Minuten lang stürzte die Website dauernd ab und kurz nach zehn waren alle Tickets weg.» «Ich bin so enttäuscht. Als eingefleischter und langjähriger Roger-Federer-Fan habe mich schon so auf diesen Event gefreut», schreibt Marina Vonlanthen.

Bis 70 Prozent der Tickets können an Sponsoren gehen

Was viele Roger-Fans besonders wütend macht: Die Chancen, bei Ticketcorner eine Karte zu erhalten, war von Beginn weg verschwindend klein. Längst nicht alle der rund 10'000 Plätze im Hallenstadion sind in den freien Verkauf gelangt. Wie bei Sportveranstaltungen üblich haben auch die Sponsoren für ihr Engagement Tickets erhalten. Sie wiederum geben diese Plätze an wichtige Kunden und Partner weiter.

Recherchen von Tagesanzeiger.ch zeigen: Es ist nicht unüblich, dass 30 bis 50 Prozent der Plätze so verschenkt werden. In manchen Fällen kann diese Zahl auch deutlich höher ausfallen. Wenn die Platzzahl knapp ist, wenn die Veranstaltung einmalig durchgeführt wird und wenn dahinter ein Sponsor steht, ohne dessen Initiative die Veranstaltung nicht zustandegekommen wäre, dann werden bis zu 70 Prozent der Tickets an Sponsoren vergeben.

«Die Bank bezahlt einen namhaften Betrag»

Alle diese Punkte treffen auf das Benefiz-Spiel zwischen den beiden besten Tennisspielern der Welt zu. «Die Idee für diese Veranstaltung ist aus der Partnerschaft zwischen der Credit Suisse und Roger Federer entstanden», sagt eine Sprecherin der Bank auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Sie bestätigt auch, dass die CS über ein Kontingent an Eintrittskarten verfügt. «Die Bank unterstützt das Match mit einem namhaften Betrag, der vollumfänglich der Stiftung zugute kommt und eine gewisse Anzahl Tickets beinhaltet.» Wieviele, will die CS nicht beantworten.

Die CS ist nicht der einzige Sponsor der Veranstaltung: Auch Rolex, National Suisse und Lindt sind als Partner beteiligt. Auf Roger Federers Homepage werden zudem sechs weitere Sponsoren aufgeführt. Der Veranstalter IMG bestätigt, dass die Mehrheit der Sponsoren von Roger Federer Tickets erhalten haben, aber nicht alle. Über die genaue Anzahl habe man Stillschweigen vereinbart. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.09.2010, 16:55 Uhr

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13 Kommentare

marcelinho carioca

03.09.2010, 14:35 Uhr
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Nun auch noch Sampras-Federer am 28.02.11 in NY und wieder kein Davis-Cup .... Der Junge sollte sich vielleicht wieder eher aufs "richtige Tennis" konzentrieren, sonst bleibt er bei den 16 GS stehen .... Antworten


Christian Schenk

03.09.2010, 13:13 Uhr
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Wenn die CS und Co. das Spiel erst möglich machen seh ich nicht ein weshalb sie nicht einen grossen Teil der Tickets bekommen sollen. Mich stört nur wie der Rest der Tickets bei Ticketcorner verkauft wurde (eben primär an Schwarzhändler) - auch bei anderen Veranstaltungen. Natürlich regiert Geld die Welt - sollte wirklich langsam jeder wissen. Sieht man auch sehr gut am Kommentar von Mirko Jelink. Antworten


Hans Weiss

03.09.2010, 12:21 Uhr
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Warum meinen eigentlich immer so viele Leute,dass es ein Recht auf alles gibt? Laut Medien hätten die Beiden auch das Maracana füllen können,warum also empören sich einzelne Individuen als Opfer? Antworten


christa szabo

03.09.2010, 09:50 Uhr
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S A U E R R E I mehr kann ich dazu nicht sagen man sieht wieder einmal G E L D reagiert alles. das ist sicher auch nicht im intresse von herrn federer Antworten


Eva Wiesendanger

03.09.2010, 09:29 Uhr
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Dass es keine Tickets mehr gab, kann ich verstehen. Was ich fies finde, ist dass der Ticketcorner nicht gleich nach 10.00 Uhr, als es keine Tickets mehr gab dies nicht sofort gemeldet hat und unzählige Leute immer wieder vergeblich anrufen liess ... für 1.19 pro Minute. Ich finde, Ticketcorner sollte diese Gewinne spenden. Antworten


annik raissig

03.09.2010, 00:25 Uhr
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Spezielle Menschen,die den wirklichen Fans nicht nur die Tickets "wegnehmen" um sie auf ebay zu versteigern sondern sich mit Tickets eines Charity-events gleich noch eine goldene Nase verdienen.Traurig&zu schade für alle wahren Fans.Zu den Sponsoren-Tickets:Ich hoffe nur,dass diese Damen&Herren auch wirklich hingehen und ihr Glück schätzen dabei sein zu können&nicht im VIP Bereich stehenbleiben... Antworten


Nora Martinek

02.09.2010, 23:00 Uhr
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Die ganze Veranstaltung: Lug und Trug. Gemäss Website CS präsentiert diese ein Weihnachtsgeschenk der Extra-Klasse. Für wen? Das CS-Management? Einige ausgewählte Kunden? Geschäftspartner anderer Sponsoren? Und glaubt echt jemand, dass Nadal gratis spielt? Hier geht es nur um eines: Werbung für die CS. Und der Werbe-Effekt ist halt grösser, wenn alle denken, sie könnten auch ein Ticket kaufen. Antworten


Marcel Zürcher

02.09.2010, 22:55 Uhr
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Liebe Leute,lauft einfach nicht immer wie Lemminge allem nach. Wie das Spiel funktioniert ist jedem klar, und trotzdem fallen alle immer und immer wieder darauf rein. Ich würde RF gerne sehen, aber ich bins leid dumm grinsende, cüplischlürfende und eventhoppende Etepetetejungs mit ihren Tussen zu sehen welche nicht mal wissen dass man für's Tennis einen Schläger braucht.Und nein, ist kein Neid :-) Antworten


Paul Auer

02.09.2010, 21:22 Uhr
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Dann sollen die Sponsoren doch gleich die ganze Veranstaltung zum Privatevent erklären und keine Tickets mehr verkaufen. Antworten


Urs Schafnner

02.09.2010, 21:01 Uhr
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Da die Sponsoren den grössten Teil der Tickets im Vornherein schon mal absorbieren, werden solche Anlässe immer mehr zu reinen VIP-.Vernanstaltungen degradiert. Die Firmenmanager zocken auch hier wieder ab und machen sich und ihren Luxuskunden Geschenke, während die echten und wahren Fans draussen bleiben müssen. Antworten


Mirko Jelink

02.09.2010, 18:40 Uhr
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VIP sollte man sein ... Nicht ärgern, viellelcht winkt bald ein Euro-Million-Gewinn. Dann kann Mann den Telefonhörer in die Hand nehmen, Roger auf dem privaten Tennisplatz mit einem Wunsch-Tennisspieler zum Training einladen ... Food und Getränke werden individuell eingeflogen. Dran galuben, dann klappts. Viel Glück! Antworten


Thomas Müller

02.09.2010, 18:17 Uhr
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Tja, liebe Leute, so ist nun mal der Kapitalismus. Überflüssig euch auch noch mit zu teilen dass das Geld von dem die Credit Suisse solche Tickets "kauft" von uns, den Kunden, kommt. Antworten


Michael Bloch

02.09.2010, 17:21 Uhr
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"first come first serve!" ich habe meine beiden tickets bei ticketcorner gekauft. und es ist ja nicht unnormal, dass sponsoren, wie bei jeder anderen veranstaltung auch, ein gewisses ticketkontingent zugesprochen bekommen. schade nur, dass ein paar den charity gendanken bei dem ganzen nicht verstanden haben und die karten auf den üblichen plattformen für teuer geld verkaufen... Antworten



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