Zürich
Die neue S-Bahn und der Kampf gegen die Vandalen
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 04.06.2010 2 Kommentare
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Ein Rundgang durch die neue S-Bahn mit dem Präsident von Pro Bahn, Edwin Dutler. (Video: Roman Weber)
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Der Spiegel im WC blitzblank poliert, die Scheiben frei von Kratzern, im Lack der Waggons spiegeln sich die Besucherscharen: Frisch ab Werk präsentierte sich der neue S-Bahn-Doppelstöcker jungfräulich rein. Doch so glitzernd und glänzend wie gestern Donnerstagnachmittag am Zürcher HB werden die neuen Dosto-Kombinationen nicht lange bleiben. Sobald die Züge Mitte 2011 in den S-Bahnverkehr aufgenommen werden, geraten sie ins Visier von Vandalen.
Die SBB versuchen Schäden bestmöglich vorzubeugen. Die neuen Stadler-Züge zum Beispiel sind ab Werk mit Videokameras ausgestattet, die rund um die Uhr aufzeichnen. «Die Videos müssen von uns aber nach 24 Stunden gelöscht werden», erklärt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi im Gespräch mit Tagesanzeiger.ch. Einzig die Bahnpolizei und der zuständige Richter hätten Zugriff auf die Bilder.
Vandalen weichen aufs WC aus
Die 2. Generation von S-Bahnen sind bereits serienmässig mit einem Überwachungssystem ausgerüstet, und nach und nach montieren die SBB Kameras auch in den Doppelstöckern der 1. Generation aus den Achtzigerjahren. Eine Massnahme, die sich laut Pallecchi lohnt: «Wo Kameras sind, gehen die Schäden massiv zurück.»
Doch die Vandalen weichen aus. In die Toiletten etwa, wo keine Linse hinreicht. «Die WCs sind immer öfter total verschmiert.» Statt auf Plastik wie in den älteren Wagen setzen die SBB und Hersteller Stadler Rail deshalb auch bei den Dosto-Zügen auf Chromstahl. Billiger wird die Produktion deswegen nicht, aber Chromstahl ist säurebeständig und resistent gegenüber Lauge.
Weniger, aber teurere Schäden
Auch ausserhalb der Toiletten rüstet die Bahn im Kampf gegen Vandalen stetig auf. Die Fensterscheiben würden solider, die Lackierungen der Züge seien in den letzten Jahren stark verbessert worden, erklärt der SBB-Sprecher. Damit blieben Sprayereien weniger gut haften und man müsse nicht jeden Wagen neu streichen. Besonders wichtig ist den SBB, dass versprayte Waggons schnell gereinigt werden: «Wo ein Sprayer ist, ist der zweite nicht weit.»
Seit Jahren betragen die Schäden, die von Vandalen verursacht werden, schweizweit 6 bis 7 Millionen Franken, Zahlen für den Raum Zürich gibt es nicht. Pallecchi wertet es jedoch als Erfolg, dass diese Summe nicht ansteigt. Dank der Videoüberwachung kommt es zu weniger Vandalenakten. Der Schadenwert steige jedoch stetig an, weil auch die Vandalen zu immer aggressiveren Mitteln griffen, um Züge beschädigen zu können, erklärt Pallecchi.
Die SBB bringen jeden Vandalenakt zur Anzeige. Noch immer kämen die meisten Übeltäter ungeschoren davon, so der SBB-Sprecher. Bei den Ermittlungen helfen auch die Kameras. «Für die, die erwischt werden, wirds sehr teuer. » (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.06.2010, 14:54 Uhr
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2 Kommentare
Bitte lassen Sie für dieses Problem einige Polizeiorgane aus SINGAPORE einfliegen, die wissen, wie man mit solchen Vandalen umgehen muss (siehe heutige online news über einen Schweizer Sprayer, der die sauberste Metro der Welt "verschönern" wollte.) Bin unheimlich viel gereist ( jetzt 75 J) , ich war 17 mal in Singapore, ich habe mich nirgends so wohl und sicher gefühlt wie in dieser topmodernen S Antworten
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