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Die neuen Ticketautomaten der VBZ kämpfen mit Softwareproblemen

Von Carmen Roshard. Aktualisiert am 01.02.2010

Der ZVV kämpft immer noch mit Problemen. Die Lieferung der neuen Billettautomaten verzögert sich weiter.

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Versprochen waren die neuen Automaten noch 2010. Gemäss Plan, sagt Lorenzo Martinoni, Projektleiter beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), sollen in diesem Jahr aber nur 30 bis 40 Pilotautomaten in der Stadt eingerichtet werden. Für die Dauer von 6 Monaten. In dieser Zeit werden die Erkenntnisse und Erfahrungen mit den neuen Geräten in die weitere Entwicklung der restlichen noch zu liefernden 1100 Automaten einfliessen.

Die Lieferfirma hat viel zu tun

Zum jetzigen Zeitpunkt hat der ZVV aber noch keine Billettautomaten bestellt, weil die Lieferfirma ACS weiter mit Softwareproblemen kämpft. Diese muss laut Martinoni die Software noch fertigstellen. Wann die neuen Automaten bestellt und schliesslich montiert werden, sei darum ungewiss. Es könne aber durchaus sein, dass während der Pilotphase Bestellungen getätigt werden. «Wir geben prinzipiell keine Termine bekannt», so Martinoni. Nur so viel: «Der ZVV hat detaillierte Pläne, aber die Lieferfirma viel zu tun.»

Aus diesem Grund wird es auf unbestimmte Zeit so sein, dass dort, wo kein Pilotautomat steht, der Fahrgast immer noch mit einem grossen Service-Portemonnaie anrücken muss. In diesem dürfen sich aber keine Fünfliber befinden. Denn diese schluckt der alte Apparat höchst selten, wenn überhaupt. Es empfiehlt sich also, eine Handvoll Zweifränkler im Sack zu haben, wenn man nicht als Schwarzfahrer entlarvt werden will.

Mehr Umsatz mit neuen Geräten

Bis jetzt stehen lediglich vier neue Ticketautomaten in der Stadt: am Bellevue, am Paradeplatz, am Albisriederplatz und am Limmatplatz - wobei der Automat im Kreis 5 punkto Ticket-Verkauf am besten abschneidet. Der Tagesumsatz aller Pilotautomaten übertreffe bei weitem den Umsatz der benachbarten alten Geräte, sagt Julie Stucki vom ZVV. «Das ist nicht verwunderlich», so Stucki, «da die neuen Geräte nicht nur Tageskarten verkaufen, sondern auch Multikarten und Monatsabos. Bemerkenswert sei auch, dass die neuen Apparate teilweise auch in Bezug auf die Anzahl verkaufter Billette besser abschneiden als die alten.

Die neuen Ticketautomaten, sofern sie dann montiert sind, dürfen mit Münz aller Art gefüttert werden, Fünfliber inklusive. Fahrgäste indes kritisieren, dass in den neuen Billettautomaten keine Notenleser eingebaut sind, sondern nur Kredit- und EC-Karten-Schlitze. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 01.02.2010, 10:57 Uhr

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