Zürich
Dignitas: Massiver Rückgang bei Sterbewilligen
Artikel zum Thema
- Dignitas-Gegner wollen weiterkämpfen
- Dignitas muss Leichentransport in Wetzikon diskret handhaben
- Dignitas-Minelli wirft Widmer-Schlumpf «Verleumdung» vor
- Richter schützt britische Dignitas-Klienten
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Das Geschäft mit dem Tod boomt nicht mehr, wie die Zeitung «Sonntag» in ihrer neuen Ausgabe berichtet. Die Statistik zeigt laut dem Bericht weiter, dass Dignitas hat sich zunehmend auf Ausländer spezialisiert. Unter den 89 Menschen, die sich 2009 mit der Hilfe von Dignitas das Leben nahmen, waren lediglich 4 Prozent Schweizer. Im Anfangsjahr 1998 waren noch alle Klienten von Dignitas Schweizer gewesen.
Noch immer kommen die meisten Sterbewilligen aus Deutschland. Doch gerade hier verzeichnet Dignitas einen massiven Einbruch: Die Zahl der Sterbetouristen aus Deutschland ging im vergangenen Jahr laut dem Bericht um 40 Prozent zurück.
Offenbar zeigen die verschärften Auflagen des Kantons Zürich Wirkung. Seit Anfang 2008 müssen Sterbewillige mehrere Tage lang in der Schweiz bleiben und mehrmals einen Arzt aufsuchen, bis er das Rezept für das tödliche Mittel Natriumpentobarbital ausstellen darf. Vorbei ist seitdem die Zeit, in der Sterbewillige morgens in die Schweiz kamen und am Nachmittag mit Hilfe von Dignitas aus dem Leben schieden.
(raa)
Erstellt: 02.01.2010, 23:13 Uhr
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

