Dignitas will nach Wetzikon

Gemäss Gemeinderat Wetzikon erwägt die Sterbehilfeorganisation Dignitas eine Konzentration der Tätigkeiten im Ort. Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli habe bereits eine Liegenschaft gekauft.

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Der Gemeinderat Wetzikon lehnt den neuen Standort für die Freitodbegleitungen ab. Die Nutzung des Gebäudes sei aber «im Grundsatz zonenkonform».

Der Gemeinderat will prüfen, ob «die psychologischen Auswirkungen» der Freitodbegleitung in unmittelbarer Nähe zu einem Kindergarten, einer Berufsschule und einer Alterssiedlung akzeptiert werden müssen, schreibt er in einem Communiqué vom Donnerstag.

Dignitas-Generalsekretär Ludwig A. Minelli hat gemäss der Mitteilung in Wetzikon eine Liegenschaft erworben, in der die Aktivitäten des Vereins Diginitas ab Oktober konzentriert werden sollen. Laut Angaben des Gemeinderats lässt «die heikle Lage des Gebäudes auf wenig Sensibilität bei der Standortwahl» schliessen.

Gemeinde prüft rechtliche Schritte

Die Liegenschaft liege aber in der Wohnzohne mit Gewerbeerleichterung und könne baurechtich gesehen für den geplanten Zweck genutzt werden, schreibt der Gemeinderat. Er will aber im Baubewilligungsverfahren auch die ideellen Immissionen prüfen und allenfalls rechtliche Schritte einleiten.

(tif/ap)

Erstellt: 21.08.2008, 11:11 Uhr

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