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Dignitas will professionelle Buchführung

Von Res Strehle. Aktualisiert am 29.06.2010 2 Kommentare

Die Geschäfte der Sterbehilfeorganisation Dignitas sind zu wenig transparent. Jetzt gelobt Ludwig A. Minelli Besserung.

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Verneint jeden Zusammenhang zwischen seinem Vermögenszuwachs und den Einnahmen und Spenden von Dignitas: Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli. (Bild: Keystone )

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Seit längerem verspricht Generalsekretär Ludwig A. Minelli professionelle Rechnungsabschlüsse für Dignitas. Bis anhin fehlen sie, und das nährt Spekulationen, der Dignitas-Gründer würde sich persönlich bereichern. In seiner jüngsten Ausgabe erhebt der «Beobachter» neue Vorwürfe: Minellis privates Vermögen soll innerhalb von zehn Jahren von null auf zwei Millionen gestiegen sein. Der «Beobachter» bringt diesen «unerklärlichen Reichtum» in Zusammenhang mit den von Dignitas vor einigen Jahren von 3000 auf 7500 Franken angehobenen Kosten für professionelle Sterbebegleitung.

Auf Anfrage des TA verneint Minelli jeden Zusammenhang zwischen seinem Vermögenszuwachs und Einnahmen und Spenden von Dignitas. Sein höheres Vermögen hänge mit Erbvorgängen und der Aufwertung einer privaten Liegenschaft zusammen, in die er viel investiert habe. Aus seiner Tätigkeit bei Dignitas habe er in den letzten zwei Jahren nahezu kein Einkommen erzielt. Im Gegenteil habe er die Liegenschaften in Wetzikon und Pfäffikon auf eigene Rechnung erworben und sich dafür verschuldet.

Externe Firma beauftragt

Die Preiserhöhung für Sterbebegleitung erklärt der Gründer mit den wachsenden Kosten der Organisation. Man habe angesichts der steigenden Mitgliederzahl und der aufwendigeren Vorbereitung der Sterbebegleitung mehrere Mitarbeiter anstellen und ein externes Büro mieten müssen. Mit dem Rest soll das Eigenkapital gestärkt werden, um für allfällige politische Kampagnen gerüstet zu sein.

Unabhängig vom «Beobachter»-Beitrag will Dignitas seine Buchhaltung professionalisieren. Für Anfang Juli ist ein Treffen mit einer externen Firma vereinbart. Sie soll publizierbare Rechnungsabschlüsse für die 12-jährige Vereinstätigkeit seit der Gründung erstellen. Minelli will der externen Firma in seinem Haus sämtliche Unterlagen zugänglich machen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 28.06.2010, 23:07 Uhr

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2 Kommentare

Georg Stamm

29.06.2010, 14:59 Uhr
Melden

Hr. Minelli hat innert weniger Jahre ein Millionenvermögen angehäuft. Da stehen gewisse unschöne Verdachte im Raum. Diese könnte er in der Tat mit einer sauberen, transparenten Buchführung entkräften. Das wäre dringend zu raten. Antworten


Paul Thürig

29.06.2010, 19:11 Uhr
Melden

Bis die "professionalisierte" Buchhaltung bei Dignitas Einzug hält,wird vermutlich Ludwig A.Minelli in Rente gehen... Antworten



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