Doppelröhre in die Innerschweiz kommt nicht zustande

Ein Oberrieder Stimmbürger forderte in einer Einzelinitiative eine bessere Zugsverbindung zwischen Zürich und der Innerschweiz. Der Zürcher Kantonsrat hat die Initiative in seiner heutigen Sitzung nicht unterstützt.

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Die Einzelinitiative forderte einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für den Ausbau der SBB-Linie Thalwil-Zug auf durchgehender Doppelspur. Zu bauen sei ein doppelspuriger Zimmerberg- Scheiteltunnel (Horgen Oberdorf-Sihlbrugg) und ein zweiter einspuriger Albistunnel.

Bund sei zuständig

Nur gerade die Fraktionen der SP, Grünen und GLP unterstützten die Initiative in der heutigen Kantonsratssitzung mit 51 Stimmen. Nötig gewesen wären 60 Stimmen.

Der Zimmerberg-Basistunnel werde wohl nicht vor 2030 gebaut, sagte GLP-Sprecher Benno Scherrer (Uster). Es sei deshalb sinnvoll, in der Zwischenzeit «bessere Lösungen» zu prüfen.

Nicht der Kanton, sondern der Bund sei bei der Lösung des Engpasses zwischen Zürich und der Innerschweiz gefordert, betonten demgegenüber Sprecher von SVP, CVP und EVP.

Zimmerberg-Basistunnel nur für Alptransit

Die geplante Doppelröhre des Zimmerberg-Basistunnels diene lediglich den direkten Schnellzügen im Alptansit, hiess es. Die geforderte Doppelspur dagegen hätte eine optimale Entwicklung des internationalen Bahnverkehrs ermöglicht und so eine Ergänzung beim S- Bahnnetz gebildet.

(tif/sda)

Erstellt: 01.09.2008, 10:43 Uhr

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