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Doppelt so viele WEF-Jets in Dübendorf

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 25.01.2012 47 Kommentare

Jährlich steuern Privatflugzeugpiloten den Militärflugplatz an, um dort ihre Maschinen zu parkieren. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Flugzeuge verdoppelt – zum Ärger der umliegenden Gemeinden.

1/8 Parkplatz für Business-Jets: In diesem Jahr stellen doppelt so viele WEF-Teilnehmer ihre Flugzeuge in Dübendorf ab wie im Vorjahr.
Bild: Walter Bieri/Keystone

   

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Das World Economic Forum (WEF) in Davos hat begonnen. Laufend treffen die Gäste aus allen Teilen der Welt ein – und das meist über den Luftweg im Privatflugzeug. Auf dem Flughafen Zürich herrscht deshalb Hochbetrieb.

«Wir rechnen mit 1000 zusätzlichen Flugbewegungen während des WEF», erklärt Mediensprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage. Auf dem Flughafenareal können 54 Flieger der Gäste des internationalen Kongresses parkiert werden. «Was darüber hinausgeht, muss auf andere Flughäfen ausweichen», so Zöchling. Dübendorf liege da natürlich am nächsten. «Wo die Piloten ihre Flugzeuge schliesslich abstellen, ist aber ihnen überlassen.»

Bis zu 30 Privatflugzeuge auf dem Militärflugplatz

Tatsächlich wird der Militärflugplatz Dübendorf besonders gerne genutzt, um die Privatflugzeuge für die Zeit des WEF abzustellen. «Wie in den vergangenen Jahren werden wir auch in diesem Jahr gewisse Flächen auf dem Flugplatzareal Dübendorf zur Verfügung stellen, damit dort private Businessjets parkiert werden können», sagt denn auch Stefan Hofer, Chef Kommunikation Führungsstab der Armee, gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Der Bedarf ist sogar noch gestiegen. «Bisher haben wir jeweils Platz für 15 Flugzeuge bereitgestellt. In diesem Jahr könnten es je nach Grösse zwischen 25 und 30 Flugzeuge sein», so Hofer. In der Regel würden die Flugzeuge bis zum Ende des WEF in Dübendorf bleiben. «Ausnahmen sind aber immer möglich.» Das operative Geschäft auf dem Flugplatz werde dadurch jedoch nicht tangiert, versichert Hofer.

Gemeinden sind gegen private Flüge

Die an den Militärflugplatz angrenzenden Gemeinden wurden von den zuständigen Bundesbehörden wie in den Vorjahren über den Flugbetrieb rund ums WEF informiert. Glücklich ist man aber nicht darüber.

Solange der Flugplatz Dübendorf in Betrieb sei, würden diese Flugbewegungen seitens der Behörden geduldet, erklärt David Ammann, Stadtschreiber von Dübendorf. In Volketswil nimmt man die voraussichtliche Verdoppelung der Anzahl Anflüge rund ums WEF mit Erstaunen zur Kenntnis. «Wie stark die Belastung durch die zusätzlichen Flüge sein wird, kann man erst nach Ende des WEF sagen», meint Gemeindeschreiber Beat Grob.

Deutlichere Worte findet der Gemeindeschreiber von Wangen-Brüttisellen, Christoph Bless: «Der Gemeinderat von Wangen-Brüttisellen hat sich bereits grundsätzlich gegen private Flüge auf dem Flugplatz Dübendorf ausgesprochen. Wenn der Militärbetrieb 2014 auf dem Areal eingestellt wird, soll dort ausser der Rega gar keine zivile Fliegerei mehr stattfinden.» Eine Haltung, die laut Bless von allen angrenzenden Gemeinden vertreten werde.

Die Flugbewegungen rund ums WEF hätten sich bisher zwar im Toleranzbereich bewegt. Sie liessen sich aber auch nicht vermeiden, erklärt der Gemeindeschreiber weiter. «Der Gemeinderat hat das bisher akzeptiert. Wie es ab 2014 weitergehen wird, muss aber noch genauer betrachtet werden. Die Zukunft des Flugplatzes ist ja ohnehin noch ungewiss.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.01.2012, 11:13 Uhr

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47 Kommentare

Thomas Hitz

25.01.2012, 12:38 Uhr
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Wenn in Wangen-Brüttisellen in den letzten Jahren nicht sämtliche Wiesen in Flugplatznähe überbaut worden wären, hätte die Gemeinde auch weniger störende Lärmprobleme. Grundstücke in Flugplatznähe zu überbauen, und sich danach als Anwohner (und Gemeinde) über den Fluglärm zu beklagen, ist reichlich weltfremd. Antworten


Anton Graber

25.01.2012, 11:20 Uhr
Melden 93 Empfehlung

Dann schliest doch den Flugplatz und auch alle Betriebe die Lärm verursachen etc. Betriebe, Gewerbe auch dichtmachen. Wenn alle Arbeitslos sind und Zuhause bleiben gibt es auch keine Pendler mehr. Einfach Geld nach Hause senden. Das Gelabere ist doch einfach Weltfremd und dann will man Global und International sein, aber ja keine Gäste die Einfliegen. Antworten



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