Dübendorfern stinkts

Die IG Stinkfabrik hat über 400 Unterschriften gesammelt, um gegen den Aromahersteller Givaudan in Dübendorf vorzugehen. Nun hat der Stadtrat reagiert.

Unzählige Aromen auf Lager: Blick in die Abteilung Lebensmittelaromen von Givaudan in Dübendorf.

Unzählige Aromen auf Lager: Blick in die Abteilung Lebensmittelaromen von Givaudan in Dübendorf. Bild: Reto Oeschger

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Die von 437 Personen unterzeichnete Petition war im Januar 2012 eingereicht worden. Der Dübendorfer Stadtrat wurde aufgefordert, zusammen mit der kantonalen Umweltbehörde «den jahrelangen Geruchsbelästigungen» der Aromastoff-Herstellerfirma endlich wirksam entgegenzutreten.

Inzwischen hat die Stadtregierung die beiden Seiten an einen Tisch geholt und die Probleme diskutiert. Der offene Informationsaustausch habe gezeigt, dass es «Fortschritte in der Problembehandlung» gebe. Am runden Tisch legte die Firma Givaudan (GIVN 1501 0.40%) dar, dass sie seit dem Sommer die Meldungen über Geruchsbelästigungen, die über ein Meldeformular auf der städtischen Website eingingen, systematisch erfasst und ausgewertet hat.

«Personal sensibler»

In der Folge wurden laut Mitteilung ein Produkt aus der Herstellung genommen, Formeln von Produkten analysiert und Produktionszeiten angepasst. Zudem habe die Firma das Personal sensibilisiert und organisatorische Massnahmen zur Reduktion von Fehlmanipulationen und Fehlverhalten getroffen.

Aus Sicht der Stadt wurden «erste Schritte zu einer Verbesserung der Situation um die Geruchsimmissionen, aber auch für eine Vertrauensbildung erreicht». Der runde Tisch werde weitergeführt, um einen regelmässigen Kontakt zwischen Anwohnern, Givaudan, dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) und der Stadt sicherzustellen, heisst es in der Mitteilung. (ep/sda)

(Erstellt: 12.11.2012, 13:04 Uhr)

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