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Durchmesserlinie: Nachbarkantone unterstützen Zürich

Aktualisiert am 06.01.2010

Die sieben Nachbarkantone des Kantons Zürich wollen sich an der Vorfinanzierung der Durchmesserlinie beteiligen. Sie unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung.

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Konkret geht es um 50 Millionen Franken Zinsen: Der Kanton Zürich hatte sich im September 2008 bereit erklärt, dem Bund dessen Anteil an den Kosten der Durchmesserlinie von 500 Millionen Franken vorzuschiessen, damit die Bauarbeiten weitergehen konnten. Der Bund will die Summe 2015 bis 2017 zurückzahlen, die Zinskosten von 50 Mio muss aber der Kanton Zürich übernehmen.

Weil der Ausbau des Nadelöhrs Zürich sich weit über die Kantonsgrenzen hinaus positiv auf den öffentlichen Verkehr auswirkt, wollen sich nun die umliegenden Kantone an diesen Zusatzkosten beteiligen.

St. Gallen und Aargau zahlen 9 Millionen

Im Rahmen der Konferenz der Kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs der Region Zürich erzielten sie eine grundsätzliche Einigung. Als nächstes werden nun die zuständigen politischen Instanzen über die entsprechenden Kreditanträge entscheiden.

Gemäss dem Aufteilungsschlüssel übernimmt der Kanton Zürich mit 63 Prozent den Löwenanteil der 50 Millionen, nämlich 31,5 Millionen Franken. Die restlichen 18,5 Mio. verteilen sich wie folgt: St. Gallen 5 Mio. (10 Prozent), Aargau 4 Mio. (8 Prozent), Schwyz 3 Mio. (6 Prozent), Zug 2,5 Mio. (5 Prozent), Schaffhausen 2 Mio. (4 Prozent), Thurgau 1,5 Mio. (3 Prozent) und Glarus 0,5 Mio. (1 Prozent).

Eines der wichtigsten Bahnprojekte

Das Projekt Durchmesserlinie kostet insgesamt gut 2 Milliarden Franken. Bund und Kantone teilen sie unter sich auf, je nach Nutzen den die DML für den Agglomerations- beziehungsweise den Fernverkehr hat. Die Eröffnung erfolgt in Etappen bis 2015.

Das Bahnprojekt - eines der aktuell wichtigsten der Schweiz - umfasst eine neue Bahnstrecke Zürich-Wiedikon/Altstetten - Hauptbahnhof - Oerlikon, den viergleisigen unterirdischen Durchgangsbahnhof Löwenstrasse sowie die Erweiterung und Einbindung des Bahnhofs Oerlikon. Als Ergänzung ist die Erstellung verschiedener Zufahrtsstrecken in der Region vorgesehen. (tif/sda)

Erstellt: 06.01.2010, 11:46 Uhr

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