Zürich
Ehrlichkeit kommt vor der Treue
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 21.07.2011 12 Kommentare
Anzahl Partnerschaften
Anzahl Partnerschaften
In Prozent
Quelle: Parship.ch
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Romantiker auf beiden Seiten: Heterosexuelles und schwules Paare (Bild: Keystone )
Erwartungen und Wünsche an die Partner
Erwartungen und Wünsche an die Partner
In Prozent
Quelle: Parship.ch
Die Studien
Die Online-Partnervermittlungsagentur Parship.ch führte erstmals eine repräsentative Studie durch, welche über die Partnerschaftswünsche von Schwulen und Lesben Auskunft gibt. An der Online-Umfrage nahmen 533 homosexuelle Frauen und Männer in der deutschen und französischen Schweiz im Alter bis 69 Jahre teil. Die Befragung erfolgte zwischen Ende Mai und Anfang Juli 2011. Zwölf Schwulen- und Lesbenorganisationen unterstützten die Durchführung der Studie.
Parallel zu der Befragung der Schwulen und Lesben wurde auch eine analoge Studie durchgeführt, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist.
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Mit welchen Wünschen und Erwartungen machen sich homo- und heterosexuelle Singles auf die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin? Dieser Frage gehen zwei repräsentative Studie von Parship.ch nach (siehe Box). Und die Ergebnisse der Umfragen, die heute Mittwoch den Medien präsentiert wurden, dürfte vor allem die Alleinstehenden in der Single-Hochburg Zürich interessieren.
Homosexuelle und Heteros haben demnach in Sachen Liebe einiges gemeinsam. So gab rund die Hälfte der Homosexuellen an, bisher zwischen zwei und fünf Mal in Partnerschaften gelebt zu haben. Das entspricht dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Auch wünschen sich knapp die Hälfte der Homosexuellen und der Heterosexuellen einen gleichaltrigen Partner oder eine Partnerin.
Romantik steht hoch im Kurs
Fast identisch sind auch die Eigenschaften, die Homo- und Heterosexuelle sich von ihrem Partner oder ihrer Partnerin wünschen. Dazu gehören insbesondere Treue, Ehrlichkeit, Humor und eine lebensbejahende Einstellung. Im Gegensatz zu Heterosexuellen kommt bei Schwulen und Lesben die Ehrlichkeit in einer Partnerschaft deutlich vor der Treue. Für Heterosexuelle steht demgegenüber die Zuverlässigkeit an dritter Stelle, für Homosexuelle folgt sie erst auf Rang 7.
Interessant ist auch, dass für 38,6 Prozent der Schwulen und Lesben Intelligenz ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl ist. Im gesamtschweizerischen Durchschnitt spielt dies offenbar keine sehr grosse Rolle: Unter den Top-Ten der Eigenschaften eines potentiellen Partners sind Bildung und Intellekt nicht zu finden. Dafür rangier Familiensinn mit 25 Prozent auf Platz 7.
Echte Romantiker sind sowohl Homo- als auch Heterosexuelle: Rund drei Viertel aller Befragten erachten sie in einer Partnerschaft als wichtig. Der Hälfte der Schwulen, Lesben und heterosexuellen Frauen reicht dabei oft schon eine kleine Aufmerksamkeit, um die romantischen Gefühle des Partners zu unterstreichen.
Heteros sind länger Single
Die grössten Unterschiede zeichnen sich in der durchschnittlichen Dauer der Partnerschaften und des Single-Lebens ab. Nur 18 Prozent der Schwulen und Lesben haben bereits eine Beziehung geführt, die zehn Jahre oder länger dauerte. Bei den Heterosexuellen sind es rund 45 Prozent. Andererseits bleiben Heteros länger Single: 56 Prozent von ihnen gaben an, schon einmal drei und mehr Jahre ohne Partnerin beziehungsweise ohne Partner gelebt zu haben. Bei den Schwulen und Lesben liegt dieser Anteil unter 30 Prozent. Wenn Homosexuelle Single sind, dann suchen 80 Prozent von ihnen im Internet nach einem neuen Partner oder einer Partnerin – bei jedem zweiten Mal hat es dabei auch gefunkt.
«Die beiden Studien zeigen deutlich, dass Homosexuelle und Heterosexuelle weitgehend identische Partnerschaftsvorstellungen haben», sagt Psychotherapeut Udo Rauchfleisch, der die Arbeit betreute. «Es ist daher zu hoffen, dass die Ergebnisse helfen, herrschende Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben abzubauen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.07.2011, 11:53 Uhr
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12 Kommentare
Singles brauchen eine Lobby. Ausgenützt beruflich und gesellschaftlich soll das Singleleben als gleichwertige Lebensform akzeptiert sein. Man muss auch allein und selbstständig sein können, um in (eine) Beziehung treten zu können. Wenn zwei Bedürftige, seelisch, materiell oder bedürftig an Körperkontakt eine Beziehung erzwingen wollen, verdoppeln sich nur die Probleme, oder sie werden ausgenützt. Antworten
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