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Eigenheime sind für Mittelstand erschwinglich

Dank Baurationalisierung sind Eigenheime in den letzten Jahren nicht teurer geworden. Mehr als die Hälfte aller Zürcher Haushalte könnte sich Wohneigentum leisten.

Erschwinglicher Verkaufsschlager: Einfamilienhaus Altea von Swisshaus für 370'000 Franken.

Erschwinglicher Verkaufsschlager: Einfamilienhaus Altea von Swisshaus für 370'000 Franken.
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Eines der am meisten verkauften Schweizer Einfamilienhäuser der letzten Jahre ist der Haustyp Altea der St. Galler Firma Swisshaus. Ein Blick in die Verkaufskataloge zeigt Erstaunliches: Vor acht Jahren war das frei stehende Haus für rund 340'000 Franken im Angebot (ohne Bauland), heute kostet es rund 370'000 Franken. Der Ausbaustandard liegt aber wesentlich höher: moderne Wärmepumpe statt Ölheizung, mehr Qualität und höherer Standard bei Böden, in Bad und Küche. Die geringfügige Teuerung in acht Jahren ist also ausschliesslich auf Mehrleistungen zurückzuführen. Urs Neuhauser, Marketingchef von Swisshaus, hält dazu fest: «In der gleichen Ausführung und mit den gleichen Leistungen würde das Haus heute immer noch gleich viel kosten wie 2001.»

Auch Manfred Löer, Verwaltungsratspräsident der Immobilienfirma Suisse Promotion, bestätigt die gleich bleibenden Preise: «Wir verzeichneten zwar eine Bauteuerung, dank Rationalisierung und Mengeneffekten bei grossen Überbauungen sind aber auch heute noch günstige Preise möglich.» Beispiel Reihenhäuser: Vor acht Jahren mischte Suisse Promotion den Zürcher Markt auf, indem die Firma in Hinwil Reihenhäuser ab 480'000 Franken auf den Markt brachte (inklusive Land). «In ländlichen Regionen», so Löer, «sind auch heute noch derart attraktive Preise machbar, nicht aber an Citylagen.»

Bodenpreise forcierten Teuerung

Die starke Teuerung auf dem Immobilienmarkt, die bis 2008 anhielt, war also in erster Linie durch die höheren Bodenpreise verursacht. Wenn jemand verdient hat, dann also die Grundeigentümer, aber nicht das Baugewerbe. Für Löer von Suisse Promotion kommen die Spareffekte durch die Zusammenarbeit mit grossen Generalunternehmern und dank Wettbewerb zustande. Die Liberalisierung und die Öffnung von abgeschotteten Märkten drücken auf die Preise. «Bei Fenstern oder Sanitärapparaten bewegt sich das Preisniveau plötzlich im Rahmen des europäischen Umfelds», so Löer. Wärmepumpen, deren Marktanteil rasant gestiegen ist, kosten heute noch einen Bruchteil der früher üblichen Preise.

Tiefe Zinsen senken die Belastung

In der Summe kommen heute Eigenheime sogar in der Agglomeration Zürich zu Preisen auf den Markt, die für den breiten Mittelstand erschwinglich sind: Gemäss Löer sind heute auch im Raum Zürich Neubauwohnungen zu Preisen unter 500'000 Franken möglich – so etwa bei einem neuen Projekt der Firma in Buchs mit etwa 120 Quadratmeter Wohnfläche und Minergiestandard.

Laut Alfonso Tedeschi, Volkswirtschafter beim Schweizerischen Baumeisterverband, spielen die Mechanisierung und neue Produktionsmethoden in industrieller Manier eine Rolle: «Fortschritte in der Technik, bei den Materialien und im Bauprozess haben zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität beigetragen.» Auf den Baustellen kommen heute mehr Maschinen und technische Hilfsmittel und weniger Personal zum Einsatz. Wer bauen oder ein Eigenheim erwerben will, kommt damit weiterhin in den Genuss von sehr günstigen Rahmenbedingungen.

Für die effektiven Kosten von Immobilien fallen die tiefen Zinsen sogar noch mehr ins Gewicht als die Stabilität bei den Erstellungskosten: Günstige Geldmarkt- bzw. Liborhypotheken bewegen sich nach wie vor auf einem Tiefstzins um 1,6 Prozent, 3-jährige Festhypotheken gibt es ab 1,7 Prozent. Laut Berechnungen der Immobilienfachleute der ZKB gab es seit 1980 nur ganz wenige Jahre, in denen die finanzielle Tragbarkeit so günstig war wie heute: Das mittlere Jahreseinkommen eines Zürcher Haushaltes übertrifft heute das für den Erwerb eines durchschnittlichen Eigenheims nötige Einkommen um 13 Prozent. Dank Baurationalisierung und tiefen Zinsen sind die eigenen vier Wände heute für eine Mehrheit erschwinglich. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.09.2009, 10:05 Uhr

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23 Kommentare

Eduard Willareth

08.02.2012, 15:25 Uhr
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Weitere Zersiedlung unserer Landschaft mit einer abscheulichen Bünzliarchitektur. Es ist so hoffnungslos für unsere Zukunft. Antworten


Annemarie Richard

28.12.2011, 01:05 Uhr
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Das abgebildete Haus würde ich nicht wollen wenn es gratis zu haben wäre. Unschön, architektonisch total daneben. Wann werden wirkliche Archtekten und Bauführer geboren die den Namen dieses Berufsstandes verdienen. Viele Wohnungen überrissen teuer - mit unmöglichen Grundrissen - Garagen nicht im Hause. Liebe Frauen studieren sie Architektur - zeigen sie den Männern wie Frauen wohnen möchten. Antworten


Peter Gmür

08.09.2011, 13:13 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Bizarr: "...nicht teurer geworden!...", effektiv sind Häuser viel zu teuer. Denn die Baurationalisierung, Vorfertigung und Baumaterialien haben massive Fortschritte gemacht bzw. sind so vielfältig und billig wie nie zuvor, daher sind Häuser massiv zu teuer. Rechnet man das Baumaterial inkl, Innenausbau kann man ein 5.5 Zi.Einf. Haus für ~ 80'000.- CHF erstellen!!! Wo bleibt der Rest? Antworten


Otto Liebschitz

10.06.2011, 10:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Bodenbesitz (oder, noch schlimmer: Eigentum): Jemand hat ein exklusives Anrecht auf ein Stück dieses Planeten. Ein gschpässiges Konzept, das wir da haben. Antworten


Gianin May

06.04.2011, 17:27 Uhr
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Der freie Markt gibt dieses Recht - es ist kein Recht im eigentlichen Sinne, aber wenn das nötige Kleingeld hat darf - egal was andere denken mögen Antworten


Helena Müller

10.03.2011, 17:00 Uhr
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Jedem seine Eigenhütte. Viel Platz auf der grünen Wiese. Das sind keine Wohnformen für die Zukunft. Gar nicht zu reden vom Verkehr, der nachzieht. Ausserdem wird noch viel passieren im Immobiliensektor. Also: Vorsichtig sein. Antworten


Heiri Furrer

03.03.2011, 11:38 Uhr
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Die nächste Immobilienblase kommt bestimmt. Die Banken sorgen sich nicht einen Deut um ihre Familie. Wehe man lässt eine Rate aus. Man kennt das Verhalten aus dem Leasinggeschäft. Wer also nicht gerade in der Weiterbildung steckt oder noch nichts geerbt hat, soll die Finger davon lassen. Ohne Sicherheiten geht der Traum selten auf, hin oder her. Individualität beginnt mit Flexibilität. Antworten


Werner Meier

12.03.2010, 10:38 Uhr
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Warum scheint hier eigentlich das Recht zu bestehen, jedem (sorry: Füdli-)Bürger sein Haus bauen zu lassen? Es geht einfach nicht auf in diesem kleinen Land. Antworten


Urs huggentobler

25.09.2009, 09:33 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ich habe jahrelang in einer EFH-Siedlung gelebt und hatte den Kleinkrieg satt. Nun wohne ich mit der Familie in der Stadt in einer grossen Mietwohnung. Ich habe meine Ruhe und Vermögen gehört mir, anstatt es je wieder in ein Haus zu stecken, dass sowieso mehrheitlich der Bank gehört. Antworten


Rolf Stalder

23.09.2009, 10:49 Uhr
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"Alleinstehendes Wohneigentum" wurde für mich dadurch attraktiv, dass ich zu jeder Tages- und Nachtzeit "Lärmemmisionen" tätigen kann und niemand reklamiert. Andere Gründe für eine solche Verpflichtung sah ich nicht. Antworten


weber Max

23.09.2009, 09:11 Uhr
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Na Na Frau Sigg wer braucht schon einen Estrich als Stauraum reicht ein Keller nicht sie sollten mal räumen. Antworten


Erich Richter

23.09.2009, 07:51 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Unglaublich wieviele frustierte Wohungsmieter es gibt in diesem Forum. Na ja, solche Foren sind ja auch dafür da, dass man auch seinen Frust von der Seele schreiben kann. Vielleicht sollte man einen ganz grossen Wohnungsblock von Zürich nach Basel bauen. Das würde das angebliche "Einfamilienhaus Problem" auf einen Schlag lösen, oder Frau Beerli ? @ Vogler - ich würds mit einem Psychi versuchen...! Antworten


Martin Zweifel

22.09.2009, 22:12 Uhr
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@Barbara Sigg - Ein Flachdach allein macht bestimmt noch kein schönes Haus, darin liegt aber nicht das Problem. EFH's auf freiem Feld verursachen exorbitante Infrastrukturkosten und verschandeln die Landschaft. Ärger gibts übrigens hauptsächlich in den einschlägigen EFH Siedlungen à la Swisshaus, davon kann ich Ihnen als Gärtner ein Lied singen! Selten zwei Nachbarn die sich verstehen... Antworten


Barbara Sigg

22.09.2009, 15:37 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Susanne Beerli - Flachdächer sind jetzt so etwas von hässlich. Die machen spätestens nach 20 Jahren Probleme. Viel Spass dann, wenn Sie im Wohnzimmer im Regen stehen. Und wo hat es noch Platz für einen Estrich und anderen Stauraum. Genau! In einem modernen Haus mit Schrägdach! Aber eben Geldgierde lässt halt überall grüssen. Profit bis unters Dach und viel Aerger, wenn alle nahe zusammen wohnen Antworten


Peter Vogler

22.09.2009, 15:13 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Da gibt es Leute die verputzen viel Geld,dass sie überall in der ganzen Welt herumreisen und die Luft mit den Abgasen der Vielfliegerei belasten.Mögen aber den Häuschenbesitzern ihr Heim nicht gönnen.Wer sich so ein Haus oder Wohnung anschaft,kann meist nicht mehr damit herumprahlen,dass es keinen Kontinent auf Erden gibt,ausser der Antarktis,welchen sie noch nicht bereist haben. Antworten


max muller

22.09.2009, 13:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das wohnen in dicht bebauten Gebieten mehr Stress auslöst als wohnen in dünn besiedeltem Gebiet halte ich für ein Gerücht. Eher das Gegenteil ist der Fall, kleinkriege unter Nachbarn gibts es auch in EFH Siedlungen. Amokläufer kommen auch nicht auch der Grossstadt sondern meist aus den EFH Siedlungen. Schliesslich zeigen Städte wie Singapur das man auch ganz angenehm in sehr dichtem Gebiet wohnen Antworten


Peter Vogler

22.09.2009, 12:11 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Da gibt es Leute welche im verdicht. Bauen das Heil suchen.Dadurch nimmt aber der Dichtestress derart zu,dass man sich nicht wundern darf,wenn immer mehr Leute ausrasten.In den verdichteten Agglomerat. gibt es mehr Verkehrsstaus,was für die Umwelt nicht besser ist,und der öffentliche Verkehr ist an seiner Kapazitätsgrenze.Man kann auch nicht die ganze Schweiz mit noch mehr Schienen überziehen. Antworten


Mike Keller

22.09.2009, 10:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Mit den heutigen Zinsen kann sich manch einer ein Eigenheim leisten. Nur wenn dann die Zinsen in fünf Jahren sich verdoppeln, wird es halt eben zu Zwangsversteigerungen und Preiszerfall kommen - auch und insbesondere in der Schweiz. Eigentum ist auch so ein schöner Begriff. Rechtlich gesehen ist man zwar Eigentümer, aber im Endeffekt besitzen doch die Banken sämtliche Liegenschaften der Schweiz. Antworten


Max Gehring

21.09.2009, 21:04 Uhr
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Hier heisst es, dass die Baupreise in den letzten 8 Jahren nicht gestiegen seien. Anderseits heisst es, dass seit 2003 die Liegenschaftenpreise um rund 16 Prozent gestiegen seien. Ab 2010 erhöht nun der Kanton Zürich die Liegenschaftswerte wie der Regierungsrat mitteilte. Also für Wohneigentümer noch mehr Vermögenssteuern und einen noch höheren fiktiven Eigenmietwert. Was nützen da tiefe Zinsen? Antworten


Peter Vogler

21.09.2009, 20:43 Uhr
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Die Zinsen können auch wieder steigen.Baurationalisierung wäre schon gut,doch was nützt es,wenn bald der "Plätz"Land ein Mehrfaches kostet,wie die "Hütte"welche darauf erstellt wird. Antworten


susanne beerli

21.09.2009, 20:42 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Schrägdach, freistehend, EFH: Genau sollte verschwenderische Wohnbauten braucht die Schweiz nicht mehr. Verdichtetes Bauen, Flachdach, MFH: das ist verantwortungsvolles Bauen. Die Zonenordnung sollte modernisiert und solche "SUV's der Baubranche" mit Lenkungsmassnahmen unattraktiv gemacht werden. Antworten


Isabella Campo

21.09.2009, 19:51 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Liebe LeserInnen, gebt euch bitte nicht der Besitzgier her und verschont unseren schönen Planeten von solchen Altea-Häuschen und ähnlicher Hüsli-Pest. Danke. Antworten


Beat Keller

21.09.2009, 19:24 Uhr
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Wurde in diesem Forum nicht kürzlich heftig die Zersiedelung der Landschaft diskutiert? Ursächlich sind offenbar verschiedene Faktoren dafür verantwortlich. Antworten



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