Ein Feiertag für Snowboarder – Volksinitiative geplant

Am Freestyle.ch werden Unterschriften für einen nationalen Freitag zum Snowboarden gesammelt. Ist die Aktion erfolgreich, schliessen die Initianten die Lancierung einer Volksinitiative nicht aus.

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Die Forderung des Vereins «Pro Shred Up» ist aussergewöhnlich, aber sie scheint ins Schwarze zu treffen: In der Schweiz soll jeweils zwischen Januar und März ein Freitag ausgerufen werden, der einzig zum Snowboarden bestimmt ist. Bisher unterzeichneten rund 800 Personen die Petition, und auch auf der Internet-Plattform Facebook hat eine entsprechende Gruppe regen Zulauf. Über 2600 Mitglieder haben sich dort seit einem Bericht in der Pendlerzeitung «20 Minuten» bereits eingeloggt.

Lancierung einer Volksinitiative?

In den kommenden Monaten wollen die Initianten 10'000 bis 20'000 Unterschriften beisammen haben, sagt «Pro Shred Up»-Vorstandsmitglied Marius Huber gegenüber Tagesanzeiger.ch. Unterschreiben kann jeder – auch Minderjährige und andere ohne Stimmrecht. «Wir wollen erst einmal sehen, wie gross das Interesse an einem solchen Feiertag ist», so Marius Huber.

Sollte das Interesse sehr gross sein, schliesst «Pro Shred Up» den Start einer Volksinitiative nicht aus. Um die nötige Akzeptanz und die erforderlichen 100'000 Unterschriften zu erreichen, sei dann aber auch denkbar, andere Sportarten in den nationalen Feiertag einzuschliessen. «Die Initianten der Unterschriftensammlung sind alle begeisterte Snowboarder» , erklärt Huber, «aber ein freier Tag würde natürlich auch allen anderen Wintersportlern zugutekommen.»

Ein weiterer Grund für die momentane Spezifizierung auf die Snowboarder: Das Geld für die Petition kommt vorwiegend von Firmen aus dem Snowboard-Business. Sie treten mit ihrem Marken offen als Sponsoren auf. «Das ist heute üblich. Ohne Lobby-Gelder ist eine solche Aktion nicht möglich» , sagt Huber. Im Gegensatz zu anderen Interessensgruppen würden sie jedoch offen kommunizieren, woher das Geld stammt. Ein Marketing-Gag sei die Aktion dennoch nicht: «Wir meinen es ernst und werden die Unterschriften in jedem Fall dem Bundesrat übergeben.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.09.2008, 14:39 Uhr

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