Zürich
«Ein Hotel hat jeder. Ich habe jetzt einen Campingplatz!»
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 24.02.2010 6 Kommentare
Gastronom Michel Péclard. (Bild: Sophie Stieger)
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Es ist ein zauberhafter Ort an bester Lage in Zürich – doch bisher war das Restaurant Chalet auf dem Campingplatz Seebucht in Zürich-Wollishofen unter Zürchern kaum bekannt. Doch am 1. Mai wird das Lokal neueröffnet werden, wie die «NZZ» heute Mittwoch meldet. «Der Camping führte bisher er ein richtiges Mauerblümchen-Dasein», sagt der Gastronom Michel Péclard gegenüber Tagesanzeiger.ch. «Dabei ist das ein wunderschöner Ort.»
Berufsfischer als Partner
Um diesen neu zu beleben, geht er recht ungewöhnliche Wege: Für sein jüngstes Projekt kooperiert Péclard mit dem einzigen Berufsfischer auf Stadtzürcher Seegebiet. Der 22-jährige Adrian Gerny soll das Restaurant täglich mit frischem Fisch aus dem Zürichsee beliefern, den Péclard und sein Team in der Küche anschliessend zu Fischknusperli verarbeiten wird. Servieren möchte der Gastronom die Speisen am liebsten auf Tischen, die auf der grünen Wiese stehen. «Am schönsten wäre es, wenn sich jeder Gast das Plätzchen aussuchen kann, wo wir ihm seinen Tisch dann hinstellen.»
Ausserdem sollen Forelle Blau aus einer regionalen Fischzucht, Mistkrazerli und Pouletflügeli auf der Speisekarte stehen. Und schliesslich wird zur aufgefrischten Infrastruktur des Campingplatzes auch ein Laden gehören, wo Péclard Spezialitäten aus der Region anbietet. «Das passt viel besser zu einem Zeltplatz als Dosenravioli. Schliesslich kommen die Leute ja hierher, um die Region kennenlernen.»
«Jetzt spinnst du aber völlig»
«Jeder, der in der Schweiz etwas auf sich hält, hat ein Hotel. Ich habe jetzt einen Campingplatz», sagt Péclard. Offenbar mag der umtriebige Gastronom Herausforderungen der besonderen Art. 2008 stellte er sich in die übergrossen Fusstapfen des Wirtes Felix Daetwyler, der das Schober zum vielleicht berühmtesten Café Zürichs machte. Doch Péclard befreite das Lokal von seinen Altlasten, ohne ihm seinen Charme zu nehmen. Ausserdem zeichnete er für die Pumpstation, die Tramstation und das Coco verantwortlich.
Das könnte ins Auge gehen, denkt man immer wieder, wenn Péclard von seinen neuen Projekten spricht. Doch genau das ist es, was für ihn den Reiz daran ausmacht: «Ich würde nie ein Restaurant wie die Kronenhalle übernehmen. Die läuft ja sowieso. Spannend wird es erst, wenn mir die Leute sagen: ‹Jetzt spinnst du aber völlig›». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.02.2010, 15:28 Uhr
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6 Kommentare
Herrn Péclard wünsche ich alles Glück dieser Welt! Er möge Erfolg mit seinem Projekt haben. Leider wird es, obwohl offenbar ein schöner Platz - kaum der richtige sein, da as Preisgefüge in der Schweiz für "Camper" viel zu teuer ist. Oftmals könnte man meinen, mit dem Übernachtungspreis würde gleichzeitig die Parzelle erworben. Wie dem auch sei, wir werden den Platz sicher einmal aufsuchen. Antworten




Michael Hostmann
Gut das es den Michel Peclard gibt! Denn der ideenreiche und inovative Gastronom bringt neue, bisher nie dagewesene, Konzepte in die Zürcher Gastroscene. Solche Ideen, wie seine Tramstation, dem Coco etc. und jetzt die Fischstube in Wollishofen. verführen den Zürcher zum Ausgehen.Das Zürcher Gastgewerbe braucht mehr solcher Ideenträger - wie es Michel Peclard ist. Antworten