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Ein Toter, sieben Verletzte und eine Demo zur Weihnachtszeit

Von Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 27.12.2011

Über die Feiertage starb ein junger Mann und mehrere Feuerwehrleute verletzten sich. Die Weihnachtsbilanz von Polizei und Rettungskräften.

66 Feuerwehrmänner mussten diesen Brand löschen: Pizzeria in Wallisellen.

66 Feuerwehrmänner mussten diesen Brand löschen: Pizzeria in Wallisellen.
Bild: Keystone

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Die Weihnachtszeit im Kanton Zürich wurde von einem tragischen Todesfall überschattet. Am 23. Dezember verunfallte ein 21-Jähriger in Pfäffikon und verstarb kurze Zeit später. Während einer Betriebsfeier in einer Mehrzweckhalle stürzte der junge Mann vom Dach des Gebäudes auf den Rand eines Wasserbeckens. Schwer verletzt, aber noch ansprechbar wurde er von anderen Gästen der Feier in den Spital gefahren und notoperiert.

Stunden später erlag er seinen schweren inneren Verletzungen. Die Kantonspolizei geht von einem Unfall aus. Die genaueren Umstände des tödlichen Sturzes werden zurzeit untersucht.

Brand am 24. Dezember

An Heiligabend brannte in Wallisellen eine Pizzeria aus. Ein Autofahrer bemerkte das brennende Lokal und alarmierte die Feuerwehr, die sogleich mit einem Grossaufgebot von 66 Männern ausrückte. Da die Pizzeria bereits seit Stunden geschlossen war, befanden sich weder Gäste noch Angestellte im Lokal. Allerdings wurden sechs Einsatzkräfte während dem Löscheinsatz leicht verletzt. Die Brandursache ist noch unklar.

Adventskränze und Tannenbäume brannten bisher keine. «Wir mussten über die Festtage keine Feuer löschen, abgeshen von einem kleinen Kabelbrand», sagt ein Mediensprecher von Schutz und Rettung Zürich auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet

Feiern und streiten

«Dieses Jahr war es auf Zürichs Strassen eher ruhig», sagt ein Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich. Die Stadtpolizei führe zwar keine Statistiken, gemäss dem Sprecher häufen sich über die Festtage aber erfahrungsgemäss familiäre Auseinandersetzungen.

Dies bestätigt auch der Sprecher der Zürcher Kantonspolizei Zürich, Marc Besson: «Wir bemerken keinen signifikanten Unterschied zu anderen Monaten. Einzig Streitereien innerhalb der Familie scheinen während der Weihnachtstage zuzunehmen.»

35 Verzeigungen und eine Demo

In Bülach wurden im Zuge einer mehrstündigen Verkehrskontrolle in der Nacht auf den 25. Dezember 35 Personen wegen Erwerb und Konsum von Kokain, Marihuana und Haschisch verzeigt. Acht Fahrzeuglenkern wurde der Führerschein abgenommen, weil sie unter Drogen- oder Alkoholeinfluss fuhren und eine Person, die zur Verhaftung ausgeschrieben war, konnte festgenommen werden.

In der Nacht auf Montag zog ein unbewilligter Demonstrationszug von 50 bis 80 Personen durch die Kreise 3, 4 und 5. Die Kundgebung startete kurz nach Mitternacht beim Helvetiaplatz und zog in der Folge mit einer Musikanlage durch die Strassen. Die Demonstration führte zu Lärmklagen, verlief aber friedlich.

Ein grösseres Aufgebot der Stadtpolizei verhinderte, dass die Demonstranten in die Zürcher Innenstadt zogen. Für was sich die Teilnehmer der Kundgebung einsetzen wollten, blieb unklar. Eine Botschaft sei nicht erkennbar gewesen, teilt die Stadtpolizei mit. Sprayereien in der Müllerstrasse deuten darauf hin, dass die Demonstranten aus dem Umfeld der linksautonomen Szene stammen dürften.

Wenige Stunden später musste die Feuerwehr in die Laubegg im Kreis 3 ausrücken. Eine 21-jährige Frau wurde von ihren Familienangehörigen bewusstlos aufgefunden. Erste Untersuchungen im Spital ergaben, dass die Frau eine Gasvergiftung erlitten hatte. Daraufhin evakuierte Schutz und Rettung Zürich das Einfamilienhaus sowie ein angrenzendes Haus. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen könnte die Fehlfunktion eines Durchlauferhitzers zum Austritt von Verbrennungsgasen geführt haben.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.12.2011, 12:04 Uhr

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