Zürich
Einheitliches Sek-Modell gescheitert
Aktualisiert am 02.11.2010 3 Kommentare
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Der Kanton Zürich will die Sekundarschule einheitlicher gestalten. Sie soll nach dem Willen des Bildungsrates inhaltlich harmonisiert werden. Auf eine strukturelle Vereinheitlichung wird verzichtet. Die Gemeinden können ihre Sek in der bisherigen Form weiterführen.
Dies ist das Ergebnis des zweijährigen Projekts «Chance Sek», an dem sich rund 1000 Personen aus Bildung, Wirtschaft, Verwaltung und Elternschaft beteiligt haben. «Andere Strukturen zu erzwingen ist problematisch, inhaltliche Harmonisierung führt weiter,» sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli am Dienstag an einer Medienkonferenz in Zürich.
A-, B- und C-klassig
Heute werden die Sekundarschulen im Kanton Zürich entweder in zwei oder in drei Abteilungen A, B, und C geführt. Ausserdem können die Schulgemeinden bis zu drei Fächer in drei verschiedenen Anforderungsstufen unterrichten, so dass es acht zugelassene Grundmodelle gibt.
Diese Vielfalt ist unübersichtlich und die Zuweisung schlecht nachvollziehbar, weil es keine einheitlichen Kriterien gibt. Schülerinnen und Schüler aus C-Klassen sind beim Übertritt ins Berufsleben benachteiligt und die Durchlässigkeit zwischen den Stufen ist beschränkt.
Keine Einigung auf einheitliches Schulmodell
Ziel des Projekts «Chance Sek» war, möglichst breit abgestützte Lösungsvorschläge für diese Probleme zu entwickeln und eine grössere Einheitlichkeit zu erreichen. Auf ein einheitliches Schulmodell konnten sich Lehrpersonen- und Schulleitungsverbände jedoch nicht einigen.
Ein breiter Konsens bestand darüber, dass die Sekundarstufe der Volksschule auf inhaltlicher Ebene harmonisiert werden soll. Der Bildungsrat hat dafür fünf Punkte beschlossen. Das Projekt «Neugestaltung 3. Sek» wird flächendeckend eingeführt und der Unterricht orientiert sich künftig an Kompetenzbeschreibungen, wie sie im Lehrplan 21 vorgesehen sind.
Neues Zeugnis
Damit die Leistungsnachweise besser interpretiert werden können, soll ein neu zu entwickelndes Zeugnis die Fähigkeiten und das Wissen der Schüler unabhängig von Schule und Schulmodell vergleichbar ausweisen. Leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler sollen noch besser individuell gefördert werden, um einen erfolgreichen Übertritt in die Berufsbildung zu ermöglichen.
Aber auch begabte Jugendliche sollen mehr Förderung erhalten, damit die Sek als attraktive Alternative zum Untergymnasium gestärkt wird. Um die Gesamtbeurteilung der Lehrpersonen zu ergänzen wird in der 6. Primarklasse ein standardisierter Schulleistungstest eingeführt. (ep/sda)
Erstellt: 02.11.2010, 10:44 Uhr
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3 Kommentare
Bis jetzt muessen begabte Jugendliche iins Ausland gehen fuer eine gute Schulausbildung. Das ist billig fuer Die Schweiz, aber traurig fuer die Jugendliche. Warum kann die Schweiz kein Beispiel an Deutschland nehmen wo vielmehr Jugendliche studieren und eine gute Schulausbildung bekommen.Gib doch euere eigene Jugend auch die Chance. Auch wenn es Euch etwas kostet. Antworten
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