Zürich

Ernst Stocker steht in der Kritik

Von Pascal Unternährer. Aktualisiert am 04.12.2012 31 Kommentare

Zum dritten Mal in Folge ist die Zahl der stark vom Fluglärm betroffenen Personen gestiegen. Fluglärm-Organisationen sind empört.

Im Kanton sind mehr Einwohner vom Fluglärm betroffen: Ein Airbus der Swiss im Landeanflug auf Zürich-Kloten.

Im Kanton sind mehr Einwohner vom Fluglärm betroffen: Ein Airbus der Swiss im Landeanflug auf Zürich-Kloten.
Bild: Keystone

Wo der Fluglärm am meisten stört. Für Grossansicht anklicken. (Bild: TA-Grafik ib / Quelle: Statistisches Amt Kt. Zürich, AFV, Flughafen Zürich AG)

Zürcher Fluglärmrichtwert überschritten

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Jene Parteien und Organisationen, die gestern auf den Bericht zum Fluglärm-Index (ZFI) reagiert haben, äussern sich kritisch. So sind für die SP die «schlimmsten Befürchtungen eingetroffen». Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) müsse dafür sorgen, dass gerade in den Randstunden weniger geflogen werde. Laut den Grünen hat Stocker mit seiner «Kuschelpolitik» gegenüber dem Flughafen versagt. Sie warnen: «Finger weg vom ZFI!» und spielen damit auf Forderungen von flughafennahen Kreisen an, die Spielregeln zu ändern, damit der Monitoringwert weniger steigt. Die CVP fordert mehr «präventive Massnahmen». Andernfalls müsse die Regierung den Mut aufbringen, den Index als Steuerungsinstrument fallen zu lassen.

Stockers «Trick»

Schärfer formulieren es die Fluglärmorganisationen. Der Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO) schreibt, dass Stocker «weder fähig noch gewillt» sei, den Fluglärm zu begrenzen. Der BFO will mehr Nachtruhe – und weniger Transitpassagiere. Die Region Ost wird nicht persönlich, fordert aber mehr Massnahmen an der Quelle des Lärms. So soll die Gebührenordnung für die Airlines vermehrt Anreiz zum Kauf lärmgünstigerer Flieger werden. Die IG Nord schliesslich verlangt vom Flughafen, auf eine Pistenverlängerung zu verzichten.

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen (SBFZ) unterstellt Stocker einen «Trick». Anders als von ihm dargestellt, habe der Flugbetrieb grösseren Einfluss auf den ZFI-Monitoringwert als die Bevölkerungszunahme. Auch sei die Belastung in der Nacht gestiegen und nicht etwa gleich geblieben. Die identische Zahl sei nur auf eine neue Berechnungsmethode zurückzuführen. Laut SBFZ wurden letztes Jahr 560 Menschen mehr in der Nacht gestört als 2010.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.12.2012, 07:43 Uhr

31

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31 Kommentare

Paul Robert

04.12.2012, 09:10 Uhr
Melden 67 Empfehlung 30

Dieses Thema ist ja kaum zum Aushalten! Den Flughafen gibt`s ja bekanntlich schon ein paar Jährchen, wer also auch immer neu dort hin zieht hat meiner Meinung nach kein Recht sich über Fluglärm zu beklagen. Erstens zwingt einem niemanden dazu dort zu wohnen, zweitens ist der Wohnraum ja auch einiges günstiger.Und ja, es gibt noch andere Regionen zum Wohnen in der CH als Züri, nur so als Tipp. Antworten


Theresa Zeitner

04.12.2012, 08:42 Uhr
Melden 46 Empfehlung 16

..und was ist mit uns Bahnlärm-Geplagten? Wir geniessen nicht einmal eine Nachtruhe! Die ganze Nacht hindurch, donnern Züge, kreischen Bremsen, klopfen Weichen. Der Schienenschleifzug,der mitten in der Nacht vor dem Schlafzimmerfenster hin und her fährt, macht uns dann so richtig glücklich! Ich persönlich wäre lieber vom Fluglärm als vom Bahnlärm geplagt! Da wäre es wenigstens in der Nacht still. Antworten



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