Zürich

FCZ-Fan erhält bedingte Freiheitsstrafe

Ein Fussballfan, der im Herbst 2009 einen Zürcher Polizisten verprügelt hatte, ist am Donnerstag vom Bezirksgericht Zürich zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt worden.

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Der Vorfall ereignete sich am 28. Oktober 2009 nach einem Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel. Um 23 Uhr machten beim Bahnhof Altstetten FCZ-Fans Hetzjagd auf versprengte Basel-Anhänger.

Einige zivile Polizeibeamte griffen ein, um die Lage zu beruhigen. Unter ihnen war der Hooligan-Spezialist, der gegen einen besonders aggressiven Zürcher seinen Pfefferspray einsetzte. Der betrunkene Angreifer liess sich dadurch nicht bremsen. Er rannte dem Polizisten nach und brachte ihn zu Fall. Zusammen mit einem Komplizen ersetzte er dem am Boden liegenden Opfer Schläge und Fusstritte.

Der heute 37-jährige Hooligan-Spezialist der Stadtpolizei Zürich erlitt schwere Prellungen am Hinterkopf und am Oberkiefer. Er hatte Glück, dass ihm sehr bald einige Berufskollegen Hilfe leisteten. Es gelang ihnen, den kräftigen Haupttäter zu überwältigen.

Nicht als Polizisten erkannt

Der zur Tatzeit betrunkene FCZ-Fan war vor Gericht teilweise geständig. Er erklärte, er habe seinen Gegner nicht als Polizeibeamten erkannt. Der Staatsanwalt entgegnete, der Polizist habe vor seinem Eingreifen sehr wohl seinen Polizeiausweis gezeigt. Er beantragte eine teilbedingte Strafe von 24 Monaten, wobei der Angeklagte 10 Monate zu verbüssen habe.

Der Verteidiger beantragte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen. Er verwies auf den schweren Rausch seines Mandanten. Zudem sei der Fussball-Fan erst durch die Wirkung des Pfeffersprays so wütend geworden. Der Schläger muss dem Polizisten ein Schmerzensgeld von 3000 Franken zahlen. Verurteilt wurde er wegen Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen Beamte und Haschischkonsums.

(cim/sda)

Erstellt: 18.03.2010, 16:52 Uhr

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