FDP Zürich will freie Schulwahl erst ab Sekundarstufe

Aktualisiert am 24.04.2009

Eine freie Schulwahl ist laut FDP des Kantons Zürich erst für Sekundarschüler sinnvoll. Für die Unter- und Mittelstufe dagegen plädieren die Freisinnigen für eine bessere Volksschule.

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Auf der Unter- und Mittelstufe stehe der Nutzen einer freien Schulwahl in keinem Verhältnis zum organisatorischen Aufwand, heisst es in einem Positionspapier, das die FDP am Freitag vorstellte. Im übrigen sei offen, ob und nach welchen Kriterien Privatschulen miteinbezogen würden.

Sinn machen könnte die freie Schulwahl und damit der Wettbewerb unter den einzelnen Schulen auf Sekundarstufe. Hier gehe es direkt um die anschliessende berufliche oder schulische Weiterentwicklung der Jugendlichen, die noch dazu viel mobiler seien, als die Kleineren. Bei den Kantonsschule bestehe schon heute grundsätzlich freie Wahl, und sie habe sich bewährt.

Eltern besser über Volksschule informieren

Für die Volksschule schlägt die Zürcher FDP verschiedene Verbesserungmassnahmen unter dem Titel «Aktionsprogramm 'Qualität Volksschule' vor. So etwa sollte die Leistungsbeurteilung transparent gemacht werden. Die Eltern wüssten damit besser über die Schule ihrer Kinder Bescheid.

Weiter wünscht sich die FDP mehr Gestaltungsspielraum für die Gemeinden. Und schliesslich empfiehlt sie die Schaffung einer kantonalen Ombudsstelle für Schulfragen.

Am Montag werden entsprechende Vorstösse im Kantonsrat eingereicht: Eine Anfrage zur Ombudsstelle und ein Postulat, das die Prüfung der freien Schulwahl auf Sekundarschulstufe verlangt.

Bemühungen in verschiedenen Kantonen

Die «Elternlobby» und andere Organisationen fordern «Freie Schulwahl» seit einigen Jahren. Als erster Kanton stimmte Ende 2008 Basel Landschaft über die entsprechende Volksinitiative ab - und erteilte ihr eine Abfuhr. Im Kanton Waadt wurde daraufhin die vorgesehene Initiative zur Petition umgewandelt.

Wie Susanne Bergius von der «Elternlobby» am Freitag in der Zeitung «Le Temps» sagte, gehen die Bemühungen aber weiter. In Baselland soll ein neues Volksbegehren gestartet werden. In Basel Stadt und Zürich steht die Lancierung laut Bergius kurz bevor. Im Kanton Solothurn ist die Unterschriftensammlung im Gange. Im Kanton Thurgau wurde das Volksbegehren kürzlich eingereicht. (ep/sda)

Erstellt: 24.04.2009, 13:48 Uhr

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