Zürich

Fifa will keinen Hardturm mit Stehplätzen

Aktualisiert am 12.01.2012 48 Kommentare

Der Weltfussballverband wollte sich mit 20 Millionen Franken am neuen Stadion auf dem Hardturm beteiligen. Werden jedoch die geplanten Stehplätze gebaut, droht die Fifa, den Geldhahn zuzudrehen.

Brache Hardturm: Bis 2013 stimmen die Zürcher erstmals über das neue Stadion-Projekt ab.

Brache Hardturm: Bis 2013 stimmen die Zürcher erstmals über das neue Stadion-Projekt ab.
Bild: Keystone

Umfrage

Soll die Stadt ein Stadion ohne Beteiligung der Fifa bauen und damit die umstrittenen Stehplätze erhalten?

Ja, die Stehplätze sind für die Fankultur wichtig. 20 Millionen Mehrkosten kann die Stadt sich leisten.

 
35.4%

Ja, die 20 Millionen kann die Stadt auch durch Private finanzieren lassen.

 
15.7%

Nein, die 20 Millionen sind ein wichtiger Beitrag. Die Gefahr, dass der Steuerzahler diese zusätzlich berappen muss, ist zu gross.

 
12.8%

Nein, Stehplätze sind ein Sicherheitsrisiko und sollten so oder so nicht eingerichtet werden.

 
36.1%

1185 Stimmen


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Als das neue Stadion-Projekt auf dem Hardturm auf den Tisch kam, kündigte die Fifa in einer frühen Phase an, sich mit 20 Millionen Franken am Neubau zu beteiligen. Allerdings war damals ein reines Sitzplatz-Stadion vorgesehen. Das sorgte bei den Zürcher Vereinen und Fans für derart grossen Unmut, dass die Stadt im Sommer entschied, einen Teil des Stadions mit Stehplätzen zu belegen. Für internationale Spiele sollten die 7000 Plätze durch 3500 Sitze ersetzt werden.

Das passt der Fifa überhaupt nicht, wie der «Landbote» am Donnerstag schreibt (Artikel online nicht verfügbar). In einer Sitzung mit der Stadt wiederholte Fifa-Präsident Sepp Blatter persönlich, dass auf die Stehplätze zu verzichten sei. Stadtrat Martin Vollenwyder (FDP) ging jedoch nicht darauf ein und vertrat weiterhin die Meinung der Stadt, wonach die Stehplätze bestehen bleiben sollten.

«Fifa-Stadion» ist gestorben

Gegenüber dem «Landboten» macht die Fifa nun deutlich, dass sie «grundsätzlich keine Projekte unterstütze, die nicht ihrer Philosophie entsprechen». Werde an der Absicht festgehalten, einen Teil der Zuschauerplätze mit Stehrampen zu versehen, «wird die Fifa ihr Engagement von versprochenen 20 Millionen Franken neu überdenken müssen», zitiert die Tageszeitung den Weltfussballverband.

Nun soll bis zu den Sommerferien entschieden werden, ob sich die Fifa und die Stadt trotzdem einig werden. Offensichtlich scheint, dass der frühere Plan, das Stadion auf dem Hardturm Fifa-Stadion zu nennen, so oder so gestorben ist. Ebenfalls kein Thema mehr ist gemäss «Landbote» ein Landabtausch zwischen Zürich und der Fifa. (ep)

Erstellt: 12.01.2012, 07:58 Uhr

48

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48 Kommentare

Jan Gerber

12.01.2012, 08:10 Uhr
Melden 38 Empfehlung

Die Stadt Zürich täte gut daran, beim Bau eines neuen Stadions nicht von dieser - vorsichtig ausgedrückt - ziemlich undurchsichtigen Organisation abhängig zu sein. Antworten


Jan Maurer

12.01.2012, 08:01 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Nach dem Vorkommnissen der letzen Zeit sollten Stehplätze eigentlich der Vergangenheit angehören. Sie ziehen soweiso nur Publikum an, welche einer Organisation im Profifussball heute nichts mehr bringt. Antworten



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