Filippo Leutenegger bleibt Christoph Blocher treu
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 08.11.2011 2 Kommentare
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Viel Verwirrung herrschte übers Wochenende um das überparteiliche Komitee zur Wahl Christoph Blochers (SVP) in den Ständerat. Grund: Am Freitag wurde mit Filippo Leutenegger der bekannteste FDP-Vertreter aus dem Co-Präsidium gestrichen (TA vom Samstag). Leutenegger hatte sich über ein Blocher-Inserat des Komitees beschwert, auf dem die zweite Linie des Wahlzettels durchgestrichen ist. Mit anderen Worten: FDP-Ständerat Felix Gutzwiller wird in diesem Inserat zur Abwahl empfohlen. Im Blocher-Komitee sitzen aber auch sieben namhafte Freisinnige. «Ich kann nicht akzeptieren, dass ein überparteiliches Komitee auf SVP-Linie getrimmt wird», sagte Filippo Leutenegger. «Mein Favorit ist und bleibt Felix Gutzwiller.» Leuteneggers Reklamation wurde im Komitee als Austritt interpretiert, und er wurde am Freitag im Internet aus der Liste der Co-Präsidenten gestrichen.
Am Samstag liefen die Drähte heiss. «Ich bin nicht ausgetreten», stellte Leutenegger klar. Es gehe ihm einzig und allein um das provokative Inserat. Er stehe zu einer Wahl Blochers in den Ständerat, da dieser Zürich neben Gutzwiller besser vertrete als Verena Diener (GLP). SVP-Vizepräsident Gregor Rutz bestätigt, dass es im Komitee zu Missverständnissen gekommen sei. Leutenegger wurde gestern wieder ins Komitee aufgenommen, das provokative Inserat hingegen entfernt. Es wird laut Rutz nicht mehr verwendet.
SVPler werben für Gutzwiller
In der FDP bleibt eine Verärgerung über die Handvoll Abtrünnigen. In der Partei bestehe Konsens, eine eigenständige Gutzwiller-Kampagne zu führen und keine Empfehlungen für andere abzugeben. Parteipräsident Beat Walti sagt: «Ich kann nicht der Aufpasser einzelner Mitglieder sein, die ihre eigene Meinung über den Konsens in der Partei stellen.» Grund für seinen Unmut: Im zweiten Wahlgang kann jede Stimme für Blocher gefährlich für Gutzwiller sein.
Allerdings gilt auch das Umgekehrte. In Gutzwillers Komitee sitzen mit Regierungsrat Ernst Stocker und Kantonsrat Martin Arnold mindestens zwei prominente SVP-Mitglieder. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.11.2011, 07:21 Uhr
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2 Kommentare
Verstehen diese Herren eigentlich, dass solche Aktionen bei dem allergrössten Teil der Bevölkerung nur Kopfschütteln auslöst? Dieses inszenierte Theater finden die meisten nur peinlich. Damit punktet keiner der beiden Politiker; es fördert höchstens die Pollitikmüdigkeit der Bevölkerung. Antworten
Leutenegger soll endlich abfahren in die SVP, wo er hingehört. Mit seinem groben Verhalten und seinen kruden Ansichten gehört er dort hin. Wenn er endlich an seinem Platz ist, wird auch der letzte Rest an Achtbarkeit, übrer den die FDP noch verfügt, ein bisschen geschont. Antworten

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