Filippo Leutenegger will das Fluglärm-Problem lösen
Aktualisiert am 02.10.2011 47 Kommentare
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Im Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland wollen Vertreter aus Wirtschaft und Politik vorwärts machen. Sie fordern eine vernünftige und sachliche Lösungsfindung.
Für ein «nachhaltiges Lärmmangement und eine gute Lösung des Konfliktes mit Deutschland» wollen sich Schweizer Parlamentarier aus den vier «Flügelkantonen» Zürich, Aargau, Thurgau und Schaffhausen einsetzen. Dafür haben sie in Bern den «Arbeitskreis Flugverkehr» (AFV) gegründet, dem laut Medienmitteilung bereits rund 20 Parlamentarier aus allen grossen Parteien beigetreten sind.
Verkachelte Situation aufweichen
«Wir wollen die verkachelte Situation mit vernünftiger und konstruktiver Diskussion aufweichen und unserer Regierung den Rücken stärken», wird AFV-Präsident Filippo Leutenegger in einer Mitteilung von heute Sonntag zitiert. Die Gruppe fordert zudem, dass die Betroffenen in der Schweiz einheitlicher auftreten müssen. «Jene, die in Deutschland den Ton verschärfen, profitieren davon, dass die Schweiz nicht mit einer Stimme spricht», erklärte Leutenegger weiter.
Die bestehende einseitige Verordnung Deutschlands gegen die Schweiz lehnt der Arbeitskreis als «inakzeptabel» ab, heisst es weiter. Allen Forderungen nach einer weiteren Begrenzung der Flugbewegungen über süddeutschem Gebiet trete die Gruppe entgegen.
Brief an Regierungen
In einem Brief an den deutschen Bundesminister Peter Ramsauer und die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard fordern zudem 18 Wirtschaftsverbände aus Südbaden und der Nordschweiz eine in beiden Ländern tragfähige Lösung. Die Wirtschaftsverbände sind im Netzwerk «Wirtschaft am Hochrhein» zusammengeschlossen und vertreten nach eigenen Angaben praktisch die gesamte Wirtschaft der Region beidseits der Landesgrenze zwischen Bodensee und Basel.
Im schon seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt über die Anflugregelung auf den Flughafen Zürich über deutsches Gebiet sei keine Lösung in Sicht. In jüngster Zeit sei eher eine Verhärtung der Positionen, eine Verschärfung des Tones und eine «zunehmende Emotionalisierung» festzustellen als ein Fortschritt in den Verhandlungen, heisst es in einer Mitteilung vom Wochenende. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass «kein vernünftiger, sachlich lösungsorientierter Dialog» geführt werde, schreibt das Netzwerk. (ami/sda)
Erstellt: 02.10.2011, 14:23 Uhr
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47 Kommentare
Hätte Filippo denn Klub vor 3 Jahren gegründet und die Zürcher Ohren hätten heute schon mehr Ruhe,wäre er glaubwürdiger. 3 Wochen vor den Wahlen wirken alle Versprechen lächerlich. Die Wähler benoten Filippo hoffentlich für seine Haltung bei den Kampfjets, oder machen die keinen Krach? Antworten
Billigste Wahlpropaganda. Schön wäre einfach, wenn die Zürcher Stimmbürger diesen neoliberalen Schmarotzer Leutenegger abwählen würden. Das wäre eine reife Leistung und ein Zeichen dafür, dass die Umverteilung von unten nach oben vom Volk nicht mehr hingenommen wird. Antworten

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