Fluglärm kostet Unique 760 Millionen

Erstsmals liegen Schätzungen zu Lärmentschädigungsforderungen vor. Flughafenbetreiberin Unique rechnet mit Kosten von 760 Mio. Franken

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Unique gab heute erste Zahlen bezüglich Fluglärmentschädigungen bekannt. Die Flughafenbetreiberin rechnet nach Pilotfällen vor dem Bundesgericht mit Kosten von 760 Mio. Franken. Noch stehen jedoch Bundesgerichtsentscheide aus, die weitere Grundsatzfragen im Lärmstreit klären werden.

Es besteht deshalb das Risiko, dass die Gesamtkosten für Lärmentschädigungen 1,1 Mrd. Franken übersteigen können, wie Unique weiter schreibt. Für Kosten in dieser Höhe kann sie selber aufkommen.

Vertrag mit Kanton Zürich

Sollten die Entschädigungszahlungen die 1,1-Milliarden-Grenze tatsächlich übersteigen, leistet der Kanton Zürich eine Vorfinanzierung für «alte Lärmverbindlichkeiten». Diese sind vor dem 1. Juni 2001 entstanden, als der Kanton noch Inhaber der Betriebskonzession war.

Als Vorsichtsmassnahme ist ein Vertrag in Kraft getreten, den Unique und der Kanton Zürich im März 2006 vereinbart hatten. Dadurch stehen dem Kanton Zürich seit dem 1. Juli 2008 47 Prozent der Lärmgebühren zu. Zudem erhält er einen Teil des Endsaldos 2008 des Lärmfonds (Airport Zurich Noise Fund).

Aus diesen Mitteln wird der Kanton Zürich in den kommenden Jahren die Kosten für die «alten Lärmverbindlichkeiten» bestreiten, wie die Zürcher Volksdirektion mitteilte. Sollten diese Mittel nicht ausreichen, wären staatliche Mittel erforderlich.

Lärmgeschädigte erhalten Angebot

Der Flughafen wird bald erste Entschädigungen auszahlen. Kontaktiert würden zuerst Eigentümer von Liegenschaften, die gekauft wurden, als der Fluglärm noch nicht vorhersehbar war, schreibt Unique. Sie erhalten ein Angebot, das sich an den Richtlinien des Bundesgerichtes orientiert. (mro/sda)

Erstellt: 20.08.2008, 12:06 Uhr

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