Flutwelle strömte durch den Rhein
Aktualisiert am 26.08.2011 17 Kommentare
Das Kraftwerk: An dieser Stelle kam es zur Panne.
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Der Vorfall ereignete sich um 15.38 Uhr am Mittwochnachmittag. Gemäss einem Bericht im «Landboten» öffnete sich das Hauptwehr beim Kraftwerk Rheinau von selbst. Eine Flutwelle ergoss sich daraufhin in die Rheinschleife, die den Wasserpegel beim oberen Hilfswehr um 0,85 Meter ansteigen liess. Das Wehr habe sich sofort geöffnet, um das Wasser abfliessen zu lassen, heisst es weiter.
Laut Erwin Schärer, Mediensprecher der Axpo, (AXP10 105.3 -0.05%) sei die Erneuerung der Software, die den Wasserabfluss im Kraftwerk steuere, der Grund für diese Panne. Die Axpo ist zu 50 Prozent am Kraftwerk beteiligt. Um 15.50 Uhr seien die Wehrklappen am Hauptwehr von Hand wieder geschlossen worden. Daraufhin habe sich der Pegel um 1,3 Meter unter die übliche Marke gesenkt – der Wasserstand schwankte also innert wenigen Minuten um über 2 Meter.
Nur Boote beschädigt
Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Auch konnte der verantwortliche Fischereiaufseher kein Fischsterben feststellen. An Booten und an Landungsstegen entstand jedoch Sachschaden. Zudem musste die Schifffahrt zwischen Rheinfall und Kraftwerk kurz vor 17 Uhr eingestellt werden, schreibt der «Landbote» weiter.
Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) habe das Kraftwerk Rheinau dazu angehalten, Wasserproben zu nehmen und diese analysieren zu lassen. (tif)
Erstellt: 26.08.2011, 08:21 Uhr
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17 Kommentare
Wenn ein Softwarefehler dazu führt, dass ein Wehr "von alleine" irgendetwas macht, dann ist nicht nur die Software ein Fehler...
.
Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis man endlich diese Softwareabhängigkeit wieder beendet!
Antworten
Zeit, dass die Wasserwirtschaft ihre Verantwortung übernimmt und solche Vorfälle nicht auf die leichte Schulter nimmt. Hier könnten badende Kinder und Erwachsene zu Schaden kommen. Auch in den vielen Bergbächen, die mitten im Sommer irgendwann theoretisch viel Wasser führen könnten aus den Stauseen. Diese Gefahr ist zu abstrakt für Touristen und Einheimische, da muss ein taugliches Warnsystem her! Antworten


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