Zürich

Frau wird nach Clubbesuch vergewaltigt

Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 21.12.2011 43 Kommentare

In Baden ist am frühen Sonntagmorgen eine junge Frau neben einem Club vergewaltigt worden.

24 Jahre alt, 175 cm gross, muskulös: Das Phantombild des Täters.

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Die Tat ereignete sich um circa 4 Uhr morgens vor der Eventhalle Nordportal an der Schmiedestrasse im Badener Industriegebiet. Ein unbekannter Mann hatte zuvor die 28-jährige Schweizerin im Club angesprochen und sie angemacht. Die Frau lehnte die Avancen ab.

Als der Club geschlossen wurde, verliess auch die Frau das Gebäude. Der Unbekannte sprach sie erneut an. Er forderte sie auf, mit ihm ums Gebäude zu gehen, wo seine Kollegen auf ihn warten würden, und zog sie heftig am Arm. Die Frau folgte offenbar widerstrebend der Aufforderung. Der Mann führte die Frau vom Gebäude weg. Er fasste sie an, wollte sie küssen, bedrängte sie und begann sie auszuziehen, obwohl sich die Frau mit Worten wehrte. Dabei forderte er die Frau auf, ihn oral zu befriedigen. Schliesslich vergewaltigte er sie.

Opfer war blockiert

Der Unbekannte liess dann vom Opfer ab, und die Frau konnte fliehen. Sie kontaktierte eine Kollegin und die Aargauer Kantonspolizei. Sie wurde ärztlich untersucht, es ging ihr psychisch schlecht. Laut einem Polizeisprecher ist nicht bekannt, weshalb die Frau nicht laut um Hilfe gerufen hat. Anscheinend sei sie blockiert gewesen, vielleicht weil sie betrunken war. Wie Clubbetreiber Patrick Wernli sagte, waren in der Nacht auf Sonntag rund 400 Personen im Club; am Schluss seien es weniger gewesen. Er ist überzeugt: Hätte die Frau laut geschrien, wäre die Tat aufgefallen. Die Vergewaltigung habe in einer Ecke des verwinkelten Areals stattgefunden.

Die Kapo Aargau (056 200 11 11) hat nach der Beschreibung des Opfers ein Phantombild erstellt: Der Täter ist circa 24 Jahre alt, 175 cm gross, muskulös. Er spricht Schweizerdeutsch und ist Raucher. Der Club hat das Bild auf Facebook gestellt und es im Newsletter an die Mitglieder versandt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.12.2011, 07:15 Uhr

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43 Kommentare

Stefan Jost

21.12.2011, 08:23 Uhr
Melden 103 Empfehlung

Ich begrüsse wie schnell Polizei und Club das Phantombild in die Öffentlichkeit gebracht haben. Man muss schon fast sagen: zum Glück gibt es kein Photo des unbekannten Verbrechers, denn Täter-Photos veröffentlicht die Polizei meist erst viele Monate nach der Tat (wenn "alle anderen Wege erfolglos waren"), wenn sich z.B. niemand mehr genau erinnern kann, welche Hooligans im Stadion waren. Antworten


Philipp Imhof

21.12.2011, 09:33 Uhr
Melden 53 Empfehlung

Wenn die Frau geschrien hätte, hätte das genau gar nichts geändert, weil die Leute ja lieber wegschauen, als einzuschreiten. Zivilcourage ist nicht mehr en vogue. Antworten



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