Freikirchenprediger wegen sexuellem Missbrauch angeklagt
Artikel zum Thema
Bei Menorah ist Spass verboten
Gemäss der evangelischen Informationswebsite www.relinfo.ch handelt es sich bei «Menorah» um eine fundamentalistische Gemeinschaft, die stark auf ihren Gründer ausgerichtet ist. Der Angeklagte ist gelernter Coiffeur und hat «Menorah» im Jahr 1986 als Abspaltung der Pfingstmission gegründet.
Die Mitglieder glauben an den bevorstehenden Weltuntergang. Fernsehen, Video, weltliche Musik, Bücher ausser Sachbüchern und jeglicher Spass sind verboten. Kinder gelten in der Gemeinschaft als von Geburt an sündhaft. Daher wird die Erziehung mit strenger Hand gefordert. Der Beschuldigte war bislang nicht wegen ähnlicher Delikte aktenkundig.
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Begonnen haben die Übergriffe im Jahr 2006. Das Opfer war damals sieben Jahre alt. Geendet hat der Missbrauch erst im Dezember 2009, als der Prediger festgenommen wurde. Er soll sich vor allem bei Ausflügen in die Umgebung an dem Kind vergangen haben. Die Eltern des Mädchens bemerkten von den Übergriffen nichts. Als sie nach drei Jahren davon erfuhren, gingen sie zur Polizei. Die Familie ist laut Imholz aus der Freikirche ausgetreten.
Jetzt hat die Zürcher Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 72-jährigen Gründer der Freikirche «Menorah» im Zürcher Oberland erhoben. Ein Termin für eine Verhandlung sei noch nicht festgelegt, sagte Staatsanwalt Markus Imholz. (fsc/sda)
Erstellt: 25.08.2010, 17:08 Uhr


