Gefangen in der S-Bahn
Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 30.12.2009
Stichworte
Wo melden
An wen gelangt man als Passagier am besten mit einer Beschwerde? SBB-Sprecher Reto Kormann empfiehlt, sich an den nächsten Schalter zu wenden. Aber auch mit dem Lokführer zu sprechen, ist kein Tabu: «Wenn der Lokführer Zeit hat, kann man sich auch an ihn wenden.»
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Die Zugpassagiere staunten heute morgen nicht schlecht, als sie kurz nach 8 Uhr in Altstetten aus der S-12 steigen wollten. Mehrere Türen liessen sich weder von innen noch von aussen öffnen. Für einige Pendler half alles Rennen durch die Gänge nichts mehr. Sie mussten wohl oder übel weiterfahren. Erst an der Haltestelle Hardbrücke konnten sie aussteigen.
«Wir haben den zuständigen Lokführer kontaktiert», sagt SBB-Sprecher Reto Kormann, «er hat kein Problem festgestellt». Es sei auch zu keiner Verspätung gekommen.
Beim Lokführer beschwert
Für Passagiere, die ihren Anschlusszug verpasst haben, ein schwacher Trost. Eine S-Bahn-Benützerin, die zum Weiterfahren gezwungen war, beschwerte sich am Hauptbahnhof gar persönlich beim Lokführer. In Altstetten habe sich zudem eine weitere Frau am Schalter gemeldet und auf das Problem hingewiesen, so Kormann.
Wo das Problem lag, ist unklar. «Es könnte sein, dass es der Lokführer versäumt hat, die Türen freizugeben», so Kormann. Dann hätten sich jedoch bei der ganzen Komposition die Türen nicht öffnen lassen.
Kein «Türenproblem»
Pendler, die oft auch vor dem gelben Klebstreifen «Tür defekt» stehen, fragen sich nun: Haben die S-Bahnen zu sensible Türen? Man habe keine generellen Probleme mit den Türen, sagt der SBB-Sprecher. Durch extreme Witterungsverhältnisse, Vandalismus oder technische Defekte könne es aber immer wieder vorkommen, dass Türen ausfallen.
Kein Wunder, diese werden täglich hundertfach geöffnet. «Das muss eine Tür aushalten», so Kormann. Immerhin habe diese ein pünktliches Ein- und Aussteigen zu garantieren. «Da können zwei Minuten Verspätung entscheidend sein.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.12.2009, 13:40 Uhr


































