Zürich

Gegen Unfälle: Alle Fussgängerstreifen im Kanton bekommen Hinweistafel

Aktualisiert am 13.11.2012 32 Kommentare

Im vergangenen Winter gab es auf Schweizer Fussgängerstreifen eine Serie von teilweise tödlichen Unfällen. Um das in diesem Jahr zu vermeiden, setzt die Polizei zwei Sofortmassnahmen um.

Zu viele Unfälle im letzten Jahr: Fussgängerstreifen in Zürich.

Zu viele Unfälle im letzten Jahr: Fussgängerstreifen in Zürich.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Die Redaktion auf Twitter

Folgen Sie dem Ressort auf dem Kurznachrichtendienst

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Damit die Autofahrer die Fussgängerstreifen besser sehen, wurde vor jedem Übergang eine gut sichtbare Signaltafel aufgestellt. Als zweite Massnahme wurden an zahlreichen Orten Bäume oder Hecken zurückgeschnitten. Dies sagte Ueli Zoelly, Chef der Verkehrspolizei, in einer Rede heute Dienstagmorgen in Urdorf.

Zusätzlich zu diesen beiden Massnahmen wird die Polizei in den kommenden Wochen vermehrt Kontrollen in der Nähe von Fussgängerstreifen durchführen.

LED-Laternen für bessere Sicht

Bereits im vergangenen Winter hatte Zoelly angekündigt, die Beleuchtung an heiklen Stellen zu verbessern. Im Juni wurden dazu in Höri Versuche mit LED-Laternen durchgeführt. Die Bevölkerung wurde befragt, ob sich die Sicht durch die neuen Laternen verbessern würde. Beschlossen sei bis jetzt aber noch nichts, sagte Zoelly auf Anfrage der SDA. Auch Laternenverschiebungen stehen zur Debatte.

Parallel zu diesen Abklärungen überprüfen Sicherheits-, Volkswirtschafts- und Baudirektion gegenwärtig alle Fussgängerstreifen im Kanton Zürich auf ihre Sicherheit. Dieses Projekt ist aber ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

800 Unfälle auf Fussgängerstreifen untersucht

Um den Gründen für die Unfallserie auf die Spur zu kommen, untersuchte die Stadt Zürich zusammen mit dem Fachverband Fussgänger 800 Unfälle der Jahre 2003 bis 2010. Sie alle passierten an oder auf Fussgängerstreifen.

Dabei zeigte sich, dass rund die Hälfte aller Verunfallten auf der zweiten Strassenhälfte angefahren wurde. Fussgänger müssen also nicht nur beim Betreten der Strasse aufpassen, sondern auf der ganzen Länge der Überquerung.

Die Untersuchung zeigte, dass auf Strassen mit Mittelinsel weniger Personen auf der zweiten Fahrbahnhälfte verunfallen als auf Strassen ohne Mittelinsel. Das deutet darauf hin, dass eine Mittelinsel die Sicherheit verbessern kann.

Meist ist der Autofahrer schuld

Die Stadt Zürich und der Fachverband Fussgänger empfehlen deshalb, dass Passanten einen Zwischenstopp auf der Schutzinsel machen und sich vergewissern, dass die zweite Fahrbahnhälfte ebenfalls sicher zu überqueren ist.

Gemäss einer aktuellen Statistik der Beratungsstelle für Unfallverhütung sind bei schweren Unfällen auf dem Fussgängerstreifen in zwei Dritteln der Fälle die Autolenker schuld. In einem von fünf Fällen ist es der Fussgänger und in einem von sieben Fällen sind Passant und Autofahrer verantwortlich.

(jcu/sda)

Erstellt: 13.11.2012, 07:50 Uhr

32

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

32 Kommentare

Giorgio Perez

13.11.2012, 08:38 Uhr
Melden 68 Empfehlung 14

Ich würde mir wünschen, dass man die Fussgänger auch wieder darauf sensibilisiert, dass man nicht unvermindert auf die Strasse treten darf, denn ein Fahrzeug kann nicht in null-komma-nichts anhalten.
Auch sollte man ein "Zusammen" fördern. Der Fussgänger sollte nicht einfach sein Recht durchzusetzten versuchen. Dies erhöht die Sicherheit und ermöglicht einen gesammthaft harmonischeren Verkehr.
Antworten


Peter Müller

13.11.2012, 08:42 Uhr
Melden 55 Empfehlung 19

Es braucht keine Tafel, Lampen etc, sonder gegenseitiges Verständnis! Gebt dem Fussgänger keinen Vortritt mehr, sondern geht zurück auf die gegenseitige Verständigung mit Handzeichen. Die Unfallzahlen würden schlagartig zurück gehen. So bleibe ich weiterhin froh, wenn ich Abends mit dem Auto zurück in die Garage fahre und keinen Fussgänger überfahren habe. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.