General Willes Erben
Aktualisiert am 09.09.2011 4 Kommentare
Nachwuchsprobleme: Armeechef André Blattmann zur Konkurrenz aus der Privatwirtschaft. (Video: Keystone)
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Am Freitag wurde das Jubiläum der Militärakademie an der ETH Zürich mit einem Festakt gefeiert. Teilgenommen haben Gäste aus Armee, Bildung, Politik und Wirtschaft.
Die militärwissenschaftliche Ausbildung des Jahres 1911 habe sich zu einer dreijährigen, fundierten wissenschaftlichen Ausbildung mit akademischem Abschluss gewandelt, teilte das Departement für Verteidigung und Sport (VBS) mit. Die Militärakademie sei heute ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für Militärwissenschaften.
Schon 1851 hatte der Bundesrat geplant, am neu zu gründenden Polytechnikum, der heutigen ETH Zürich, einen Lehrstuhl für «Kriegswissenschaften» zu errichten zur fachlichen Weiterbildung der Milizoffiziere. Das Parlament wollte davon aber nichts wissen.
Nachdem die eidgenössischen Räte auch gut 25 Jahre später die Errichtung einer Militärabteilung ablehnten, beschloss der Bundesrat, Militärwissenschaften als Freifach anzubieten.
Ulrich Wille als treibende Kraft
Der spätere General Ulrich Wille hatte sich dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark gemacht für eine bessere Bildung der Berufsoffiziere. Er wurde 1909 Vorsteher der militärwissenschaftlichen Abteilung des Polytechnikums und war die treibende Kraft der Schaffung einer Militärschule.
Es gelang ihm, den Bundesrat davon zu überzeugen, dass der militärwissenschaftliche Unterricht erweitert und zu einer obligatorischen Fachausbildung für die «Instruktionsoffiziere der fechtenden Truppengattungen» ausgebaut werden soll.
Keine Lehre während dem Krieg
Eröffnet wurde die Militärschule dann im Oktober 1911. Während der beiden Weltkriege war der Lehrbetrieb eingestellt. Die 1943 vom Infanterie-Waffenchef Rudolf Probst angeregte Gründung einer Militärakademie wurde vom Bundesrat und von General Henri Guisan abgelehnt. Es folgten zahlreiche Reorganisationen im Rahmen der ETH.
1991 erfolgte die Umbenennung in Militärische Führungsschule (MFS) und der Umzug nach Wädenswil. 2002 erhielt die Ausbildungsstätte die heutige Bezeichnung «Militärakademie an der ETH Zürich», seit 2006 ist sie in Birmensdorf beheimatet. Heute befinden sich 80 Offiziere in der Grundausbildung und 65 Offiziere in der Weiterbildung. Wer das dreijährige Studium abschliesst, erhält einen Bachelor in Staatswissenschaften. (ep/sda)
Erstellt: 09.09.2011, 14:50 Uhr
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4 Kommentare
Ich bin dafür, dass mindestens 30% des ETH Budges in die MILAK fliessen sollte. Denn während ein Grossteil der schweizer Akademiker sowieso nur Geld verlpulvert und an irgendwelchen Konferenzen gegen die Schweiz und für die EU taktiert, können unsere Soldaten wenigstens unser Land verteidigen wenn dann der Euro definitiv stirbt. Antworten

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