Grabfeld für Muslime in Winterthur eingeweiht

Muslime in Winterthur können ihre Verstorbenen künftig nach den Vorschriften des Islams bestatten. Dafür schaffte die Stadt Platz für 420 Gräber.

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Auf dem Friedhof Rosenberg ist am Freitag ein 3700 Quadratmeter grosses Grabfeld für Muslime eingeweiht worden. Wie es der Islam vorschreibt, werden die Verstorbenen in diesem Friedhofsteil in der Erde bestattet und die Gräber nach Mekka ausgerichtet. Sechs Kalksteinmauern geben dafür die Richtung vor, wie die Stadt Winterthur am Freitag mitteilte.

Knapp 12 Prozent der Winterthurer Bevölkerung sind mittlerweile muslimischen Glaubens. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Todesfälle auf etwa 20 pro Jahr. Die Hälfte der Verstorbenen wurde für die Bestattung in ihr Heimatland gebracht.

Kosten liegen bei 1,5 Millionen

Der Grosse Gemeinderat hatte sich 2010 ohne Gegenstimme für den Bau dieses Grabfeldes ausgesprochen. Die Baukosten betragen 1,53 Millionen Franken. Muslimische Grabstätten gibt es bereits in Basel, Bern, Genf, Luzern und Zürich.

(jcu/sda)

(Erstellt: 16.11.2012, 15:40 Uhr)

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