Grüne und SP wollen Gegenvorschlag zu VCS-Initiative

Aktualisiert am 04.02.2010

Der VCS will die Bahnlinie Zürich-Winterthur für 520 Millionen Ausbauen und lancierte die Volksinitiative «Schienen für Zürich». Jetzt verlangen Mitglieder von SP und Grünen einen Gegenvorschlag.

VCS-Initiative oder Gegenvorschlag: Jetzt kommt frischer Wind in Ausbau der Strecke Zürich-Winterthur.

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Bild: Keystone

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Die VCS-Initiative verlangt für den Ausbau der SBB-Strecke zwischen Hürlistein (Effretikon) und Winterthur auf durchgehend vier Gleise ein Rahmenkredit von 520 Millionen Franken als Staatsbeitrag an die SBB. Der Ausbau soll zeitgleich mit der Eröffnung der Durchmesserlinie Zürich fertiggestellt sein.

Die Mitglieder von SP und Grünen in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) verlangen vom Kantonsrat die Rückweisung der Vorlage mit dem Auftrag an die Kommission, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Falls dies abgelehnt wird, beantragen sie - zusammen mit dem GLP-Kommissionsmitglied - Zustimmung zur Volksinitiative, wie am Donnerstag bekanntgegeben wurde. Die Kommissionsmehrheit will die Initiative dem Volk zur Ablehnung empfehlen.

«Schwerwiegende Nachteile» der Initiative

Der Bahnkorridor Zürich-Winterthur gehört zu den meistbelasteten Bahnstrecken der Schweiz. Nach Ansicht des Regierungsrates ist das Anliegen der Initiative grundsätzlich berechtigt. Die Initiative habe aber «schwerwiegende Nachteile».

Wenn der Kanton zur Finanzierung des oberirdischen Ausbauprojektes gezwungen werde, würde die Ausbauvariante mit einem Brüttnertunnel faktisch verhindert, befürchtet der Regierungsrat. Zudem müsste der Kanton mehrere Millionen Franken ausgeben, die der Bund bezahlen müsste. (fsc/sda)

Erstellt: 04.02.2010, 11:57 Uhr

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