Grüne wollen Sihlhochstrasse abbrechen
Aktualisiert am 04.03.2011 44 Kommentare
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Dass die Sihlhochstrasse eine Fehlplanung war, darüber ist man sich heute auf allen Ebenen einig: Über dieses riesige Betonbauwerk sollte dereinst der ganze Durchgangsverkehr von den Autobahnen A1 und A3 mitten in die Stadt geleitet werden.
Die Sihlhochstrasse wurde 1974 eröffnet und hätte den Südast des sogenannten Expresstrassen-Ypsilons bilden sollen, eines kühnen Autobahnprojekts, das sogar einen Viadukt über die Perronhalle des Hauptbahnhofs beinhaltete.
Sihl wiederbeleben
Nach jahrelangem Ringen wurde der Plan schliesslich aufgegeben – die Hochstrasse über der Sihl war jedoch bereits gebaut. Bis heute verschandele dieser Autobahnstummel den Flussraum der Sihl und die angrenzenden Wohnquartiere, teilten die Grünen der Stadt Zürich am Freitag mit.
Eine Daseinsberechtigung habe die Strasse nach der Eröffnung der Westumfahrung keine mehr. Die Strasse gehöre deshalb abgebrochen. Damit in den angrenzenden Quartieren kein Zusatzverkehr entsteht, fordern die Grünen flankierende Massnahmen.
Mit dem Abbruch des Betonbauwerks wollen die Grünen auch die Sihl wieder zu einem lebendigen Fluss werden lassen. Ihnen schwebt ein Renaturierungsprojekt vor, wie es bereits in der Allmend Brunau nach dem Bau des Uetlibergtunnels realisiert wurde.
Auch Bund und Kanton betroffen
Bereits im Jahr 2009 wurde im Zürcher Gemeinderat zwar ein Postulat zum Abbruch der Sihlhochstrasse überwiesen, seither ist jedoch nichts passiert.
Dies liegt wohl nicht zuletzt daran, dass die Stadt Zürich in dieser Angelegenheit gar nicht allein entscheiden kann. Weil es sich um ein Autobahnstück handelt, sind auch Bund und Kanton beteiligt.
Weil es schwierig sei, auf allen drei Ebenen gleichzeitig einen Vorstoss zu lancieren, versuche man es nun mit einer Petition, sagte Ueli Nagel, Gemeinderat der Grünen, auf Anfrage der SDA.
Etwa vier bis sechs Wochen lang wollen die Grünen Unterschriften für ihre Petition sammeln und diese dann Regierungsrat Markus Kägi (SVP) überreichen, der auf Kantonsebene für das Bauwerk zuständig ist. Falls dann wieder nichts passiere, werde man vielleicht auf Bundesebene vorstellig, kündigte Nagel an. (ep/sda)
Erstellt: 04.03.2011, 15:33 Uhr
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44 Kommentare
@ charly büchi: Nennen Sie doch mal einen Grund ausser "Für das Auge unschön"?!? Auto(bahn) Tunnel zwischen Ausfahrt Brunau und ca. Walliselle wäre übrigens wohl die ALLERBESTE Lösung für Autofahrer UND Stadtbewohner - aber das wäre für Grün/Rot wohl nicht machbar, da dies ja auch was FÜR die Autofahrer ist... Antworten
Kommt von den Grünen mal was Vernünftiges?? Nein...leider nicht, und die Idee die Sihlhochstrasse abzubrechen ist ja auch wieder so ein Schildbürgerstreich...!!
Es werden flankierende Massnahmen gefordert..wie die wohl ausschauen ?? ...wollen wir besser nicht lesen! Die Brücke hat zu bleiben, die erfüllt nen Auftrag!!
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