Gymi-Rektoren schlagen Alarm

Von René Donzé. Aktualisiert am 14.05.2010 7 Kommentare

Sie befürchten, dass ihnen Bildungsdirektorin Regine Aeppli die Budgets kürzt. Jetzt starten sie eine Lobby-Kampagne mit Briefen an alle Eltern. Dafür gibts Kritik.

Schon 2003 (Bild) gab es Kritik am Sparkurs der Regierung: Jetzt warnen die Schulrektoren vor Budgetkürzungen.

Schon 2003 (Bild) gab es Kritik am Sparkurs der Regierung: Jetzt warnen die Schulrektoren vor Budgetkürzungen.
Bild: Thomas Burla

Artikel zum Thema

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Am Montag werden im Kanton Zürich 3000 bis 4000 Schüler zu den Gymi-Aufnahmeprüfungen antreten. Erfahrungsgemäss wird gut die Hälfte von ihnen bestehen. Kurz vor diesen Prüfungen sind die Rektoren der Zürcher Gymnasien mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit getreten. Sie haben ein Rundschreiben an sämtliche Eltern ihrer Schüler sowie an alle Kantons- und Regierungsräte verschickt. Darin warnen sie vor den Konsequenzen weiterer Sparmassnahmen in den Mittelschulen.

Sie befürchten, dass ihnen der Regierungsrat im Rahmen des Sanierungsprogramms San10 den Geldhahn weiter zudreht, nachdem sie schon in der Vergangenheit Schuldauer und Budgets kürzen mussten. Bislang sei es den Gymnasien gelungen, den Leistungsabbau dank Mehraufwand der Lehrkräfte aufzufangen. Noch würden die Schüler die Ziele des eidgenössischen Rahmenplans für Maturitätsschulen erreichen. «Wenn nun ein weiterer Abbau dazukommt, sind die zentralen Ziele unserer Ausbildung - Hochschulreife und Persönlichkeitsentwicklung - massiv gefährdet», schreiben die Rektoren.

Vorwurf der «Schwarzmalerei»

Schlecht angekommen ist dieser Brief bei Marc Kummer, dem Chef des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes. Damit würden Eltern verunsichert, bevor klar sei, wo wie viel gespart werde. Er erwarte, dass sich die Rektoren loyal verhielten. Kritik kommt auch von Kantonsrat Samuel Ramseyer (SVP), dem Präsidenten der Kommission für Bildung und Kultur. Er bezichtigt die Rektoren der «Schwarzmalerei». Laut Ramseyer ist im Bildungswesen noch Sparpotenzial vorhanden, ohne dass die Bildungsqualität darunter leidet. Schützenhilfe erhalten die Rektoren von Kantonsrat Johannes Zollinger (EVP), dem Präsidenten des Verbandes Zürcher Schulpräsidenten. Er sagt, dass Sparmassnahmen in der Schule stets auch Leistungsabbau bedeuten. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.05.2010, 09:29 Uhr

7

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

7 Kommentare

Roland Lienhard

14.05.2010, 09:57 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Es ist keine Schwarzmalerei; als Vater von zwei Gymmischülern erachte ich die Budgetsituation bereits jetzt als bedenklich; sehr viele Ausfallstunden die nicht kompensiert werden, Klassengrössen, unangebrachte Infrastruktur undsoweiter sind Beispiele, welche aktuell bereits in unakzeptablem Ausmass vorhanden sind. Weitere Kürzungen führen zur Zweiklassengesellschaft, fördern Privatschulen. Antworten


Walter Kühn

14.05.2010, 10:27 Uhr
Melden

Natürlich ist in der Bildung noch massenhaft Sparpotenzial. 1. werden Schulhäuser vermietet und die Schulen in brach liegenden Industriegebäuden einquartiert. 2. Die Klassen werden auf mind. 70 Schüler vergrössert. Als Ausgleich erhält jede Klasse 0,0001% zusätzl. Lehrerstellen. 3. Die Lehrerlöhne werden 50% gekürzt, Lehrer arbeiten in den Ferien im "freiwilligen" Landdienst mit. Antworten



Zürich

Meistgelesen in der Rubrik Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Telefonbuch

Marktplatz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?



AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

SAP BO Spezialist (m/w) planova human capital ag, Solothurn

Datenbankadministrator (m/w) planova human capital ag, Zürich

Anwaltsassistent/in planova human capital ag, Zürich

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate