Gymi-Rektoren schlagen Alarm
Von René Donzé. Aktualisiert am 14.05.2010 7 Kommentare
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Am Montag werden im Kanton Zürich 3000 bis 4000 Schüler zu den Gymi-Aufnahmeprüfungen antreten. Erfahrungsgemäss wird gut die Hälfte von ihnen bestehen. Kurz vor diesen Prüfungen sind die Rektoren der Zürcher Gymnasien mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit getreten. Sie haben ein Rundschreiben an sämtliche Eltern ihrer Schüler sowie an alle Kantons- und Regierungsräte verschickt. Darin warnen sie vor den Konsequenzen weiterer Sparmassnahmen in den Mittelschulen.
Sie befürchten, dass ihnen der Regierungsrat im Rahmen des Sanierungsprogramms San10 den Geldhahn weiter zudreht, nachdem sie schon in der Vergangenheit Schuldauer und Budgets kürzen mussten. Bislang sei es den Gymnasien gelungen, den Leistungsabbau dank Mehraufwand der Lehrkräfte aufzufangen. Noch würden die Schüler die Ziele des eidgenössischen Rahmenplans für Maturitätsschulen erreichen. «Wenn nun ein weiterer Abbau dazukommt, sind die zentralen Ziele unserer Ausbildung - Hochschulreife und Persönlichkeitsentwicklung - massiv gefährdet», schreiben die Rektoren.
Vorwurf der «Schwarzmalerei»
Schlecht angekommen ist dieser Brief bei Marc Kummer, dem Chef des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes. Damit würden Eltern verunsichert, bevor klar sei, wo wie viel gespart werde. Er erwarte, dass sich die Rektoren loyal verhielten. Kritik kommt auch von Kantonsrat Samuel Ramseyer (SVP), dem Präsidenten der Kommission für Bildung und Kultur. Er bezichtigt die Rektoren der «Schwarzmalerei». Laut Ramseyer ist im Bildungswesen noch Sparpotenzial vorhanden, ohne dass die Bildungsqualität darunter leidet. Schützenhilfe erhalten die Rektoren von Kantonsrat Johannes Zollinger (EVP), dem Präsidenten des Verbandes Zürcher Schulpräsidenten. Er sagt, dass Sparmassnahmen in der Schule stets auch Leistungsabbau bedeuten. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.05.2010, 09:29 Uhr
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7 Kommentare
Es ist keine Schwarzmalerei; als Vater von zwei Gymmischülern erachte ich die Budgetsituation bereits jetzt als bedenklich; sehr viele Ausfallstunden die nicht kompensiert werden, Klassengrössen, unangebrachte Infrastruktur undsoweiter sind Beispiele, welche aktuell bereits in unakzeptablem Ausmass vorhanden sind. Weitere Kürzungen führen zur Zweiklassengesellschaft, fördern Privatschulen. Antworten
Natürlich ist in der Bildung noch massenhaft Sparpotenzial. 1. werden Schulhäuser vermietet und die Schulen in brach liegenden Industriegebäuden einquartiert. 2. Die Klassen werden auf mind. 70 Schüler vergrössert. Als Ausgleich erhält jede Klasse 0,0001% zusätzl. Lehrerstellen. 3. Die Lehrerlöhne werden 50% gekürzt, Lehrer arbeiten in den Ferien im "freiwilligen" Landdienst mit. Antworten


































