Hausbesitzer fesselt Einbrecher an Laternenpfahl

Mutig, aber wenig überlegt hat ein Hausbesitzer reagiert, als er am Freitagabend in seinem Haus in Seuzach zwei Einbrecher antraf und einen von ihnen schnappte.

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Diesen rang er nieder und fesselte ihn mit Hilfe eines Nachbarn, bis die Polizei eintraf. Seinen Einsatz musste der Hausbesitzer allerdings mit Verletzungen büssen.

Die zwei Einbrecher waren am Freitag um 19.40 Uhr überrascht worden, als die Hausbewohner nach Hause kamen. Sie versuchten, über den Gartensitzplatz zu flüchten und liessen dabei ihre Beute fallen. Als der Hausbesitzer den einen erwischte, kam es zu einem Gerangel. Ein Nachbar hörte Hilfeschreie, eilte hinzu und half seinem Kollegen. Die beiden Männer konnten den sich heftig wehrenden Einbrecher, einen 36-jähriger Georgier, mit einer Kabelbinde fesseln. Darauf schleiften sie ihn auf den Vorplatz und banden ihn an eine Gartenlampe. Beim Kampf erlitt der Hausbesitzer Knie- und Rippenprellungen, sein Nachbar einen Kopfschwartenriss. Der Einbrecher blieb unverletzt. Der zweite Täter konnte entkommen und ist noch flüchtig.

Polizei rät ab, selber Polizei zu spielen

Gemäss Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei, ist die Reaktion des Hausbesitzers zwar verständlich. «Wenn man einen Einbrecher in seiner Wohnung antrifft, neigt man intuitiv dazu, sich zu wehren und sein Eigentum zu retten.» Dennoch rät die Polizei davon ab, sich in Kämpfe einzulassen. «Die eigene Sicherheit und Gesundheit ist wichtiger», sagt Sorg. Einbrecher könnten bewaffnet sein, viele hätten nichts zu verlieren und reagierten sehr gewalttätig. «Wir empfehlen, sich neutral zu verhalten, zu beobachten und sofort die Polizei zu benachrichtigen», sagt Martin Sorg.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 12:14 Uhr

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