Heftige Niederschläge: Zürcher Gewässer unter Beobachtung

Die Meteorologen erwarten in wenigen Stunden heftige Niederschläge. Die Zürcher Gewässer sind nicht akut bedroht, trotzdem bleiben die Experten wachsam.

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Im Moment zeigt die Karte der aktuellen Abflüsse der Zürcher Gewässer keine Hochwassergefahr, doch heftige und dauerhafte Regenfälle könnten das ändern. Für heute Donnerstagabend erwarten Meteorologen heftige Niederschläge. 30 bis 50 Millimeter Wasser werden pro Stunde auf die Erde niederprasseln. «Das ist definitiv mehr als ein kleiner Landregen», sagt Klaus Marquardt von Meteonews gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Matthias Oplatka von der Abteilung für Wasserbau der Zürcher Baudirektion ist der Ansicht, das die Zürcher Gewässer zum jetztigen Zeitpunkt nicht von einer akuten Hochwassergefahr bedroht sind. Trotzdem: «Die Flüsse werden braun sein, und es wird bestimmt der eine oder andere Ast runterkommen.» Und weil das Wetter trotz aller Vorhersagen noch immer unberechenbar ist, wird er die kommenden Niederschläge so lange wie nötig beobachten.

Sorgenfluss Sihl

Ein neuralgischer Punkt ist etwa die Sihl. Hochwasserexperten sorgen sich alleine schon deswegen, weil sie an ihren Ufern enormes Schadenpotential versammelt. Etwa Sihlcity oder der Hauptbahnhof würden Unsummen verschlingen, wenn sie untergingen. Seit kurzem warnen Tafeln an den Ufern des seichten Gewässers davor, dass der Fluss schnell ansteigen kann.

Das passierte in der Vergangenheit vor allem dann, wenn starke Niederschläge nicht nur die Sihl und die Zulaufgewässer belasteten, sondern auch den Sihlsee bei Einsiedeln. Dieser musste in solchen Fällen jeweils abgelassen werden, was den Wasserstand in der Stadt Zürich zusätzlich anschwellen liess. Dieses Problem hat die Baudirektion zusammen mit den SBB, die dort Strom produzieren, aufgegriffen: «Die SBB können den Sihlsee heute viel besser regulieren und jeweils schon Tage vor starken Niederschlägen ablassen, um Rückhalteraum zu schaffen.»

Unkalkulierbare kurze, heftige Gewitter

Unkalkulierbar sind laut Hochwasserexperten Oplatka die Folgen von kurzen, aber sehr heftigen Gewittern. Diese bringen vor allem kleine Gewässer schnell an ihre Grenzen und überschwemmen deren Randregionen. Wenn nur wenige Zentimeter Wasser eine Strasse hinab fliessen und sich am tiefsten Punkt – etwa in einer Tiefgarage – sammeln, sind schnell grosse Schäden entstanden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.08.2008, 14:09 Uhr

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